Offiziell nominiert: Benjamin Boml kandidiert in Nittenau erneut als Bürgermeister

Von Mittelbayerische Zeitung · 7. Juli 2025 um 05:00

Deutlicher Vertrauensbeweis für den amtierenden Rathauschef von Nittenau (Landkreis Schwandorf): Mit 29 von 29 Stimmen wurde Benjamin Boml (Freie Wähler) von seiner Partei zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. In seiner Rede skizzierte er seine Pläne für die Stadt.

Am vergangenen Dienstag trafen sich die Freien Wähler Nittenau im Landgasthof Schmidbauer zu ihrer Jahreshauptversammlung mit anschließender Nominierungsversammlung. Die Vorsitzende Birte Schramm zog laut einer Pressemitteilung in ihrem Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr Bilanz über die vielen Vereinsaktivitäten und politischen Veranstaltungen.

Dazu zählten unter anderem der Besuch von Veranstaltungen der örtlichen Vereine, der Bundestagswahlkampf, Sitzungen auf Kreisebene und die Laufenden Vorbereitungen auf den anstehenden Kommunalwahlkampf .

Bürgermeister Benjamin Boml (FW) ging in seinem Grußwort auf die Stadtratsarbeit im abgelaufenen Jahr ein. Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Albert Krieger und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Florian Spiegler sprachen ein kurzes Grußwort, bevor die Jahreshauptversammlung geschlossen wurde und die Freien Wähler zur Nominierung ihres Bürgermeisterkandidaten übergingen.

Versammlungsleiter Otto Storbeck öffnete die Versammlung und stellte die obligatorische Frage: „Gibt es Vorschläge für einen Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl 2026?“. Die Antwort war schnell klar, der amtierende Bürgermeister Benjamin Boml soll sein Amt verteidigen.

Freie Wähler klären Personalfrage zuerst

Das Ergebnis hätte dann nicht deutlicher sein können. Boml wurde mit 29 Stimmen von 29 Wahlberechtigten als Kandidat für das Rennen um den Chefsessel im Rathaus nominiert. Somit klärten die Freien Wähler vor allen anderen im Stadtrat vertretenen Parteien die Frage des Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2026. Benjamin Boml ließ die vergangenen Jahre unter seiner Führung Revue passieren.

„Durch die gute Zusammenarbeit und Stärke der Freien Wähler konnten viele Punkte des letzten Wahlkampfes umgesetzt werden“, so Boml. Dazu zählten unter anderem Problemstellen wie das „Schreiner Haus“ und Altlasten auf der Angerinsel, welche nun der Geschichte angehörten. „Denn auf der Angerinsel wächst inzwischen grüner Rasen, auch der Weg für eine Weiterentwicklung ist geebnet“, so Boml weiter.

Durch die gute Zusammenarbeit und Stärke der Freien Wähler konnten viele Punkte des letzten Wahlkampfes umgesetzt werden

Benjamin Boml (Freie Wähler), Bürgermeisterkandidat Nittenau

Derzeit würden Gewerbeflächen am Schwandorfer Weg entwickelt und Grundstücke für einen günstigen Wohnungsbau hätten erworben werden können. Mit der Firma SAB hätte ein attraktiver Arbeitgeber nach Nittenau geholt werden können, anderen Unternehmen würde eine Erweiterung ermöglicht.

Benjamin Boml betonte, an diesen Erfolg anknüpfen zu wollen. So gelte es, weiterhin Gewerbetreibende von der günstigen Lage Nittenaus zu überzeugen, das Projekt Anger-Insel abzuschließen und Leerstände im Stadtgebiet durch Umnutzung oder Wiederbelebung zu beseitigen. Zudem sei die Sanierung des Straßennetzes weiterhin ein großes Thema.

Bestehende Gebäude der Stadt sollen durch Sanierung oder Erweiterung besser genutzt werden. Abschließend schwor Boml seine Anhänger auf den Wahlkampf unter dem Motto „Gemeinsam stark für Nittenau“ ein. Das Ziel sei klar: Das Ergebnis der vergangenen Wahl solle übertroffen und „Nittenau fit für 2040“ gemacht werden.