Saisoneröffnung bei der DJK Vilzing: Neu-Trainer Thorsten Kirschbaum im Zentrum des Interesses

Gut und konkurrenzfähig aufgestellt sieht Roland Dachauer, Sportlicher Leiter der DJK, die Mannschaft für die neue Regionalliga-Saison. Er ließ allerdings offen, ob es bei den bisher fünf Verpflichtungen (zwei Torhüter und drei Feldspieler) bleibt.
Bei der Saisoneröffnung im Chamer Hyundai-Autohaus Breu, Mobilitätspartner der Vilzinger wurden die Neuzugänge präsentiert. Der DJK-Funktionär blickte auf die Saison zurück und formulierte erste Ziele für die neue Spielzeit.
Mit der Mannschaft, den Partnern aus der Wirtschaft, Vertretern von Politik und vielen ehrenamtlichen Unterstützern starteten die Vilzinger bei Häppchen und Getränken in die neue Spielzeit. Im Zentrum des Interesses stand nicht zuletzt, der neue Trainer Thorsten Kirschbaum, der in einem launigen Interview mit Geschäftskunden-Vermarkter Stefan Schmidbauer mit einigen schlagfertigen Antworten Sympathie-Punkte nicht nur bei Chams Bürgermeister Martin Stoiber und dem früheren MdB Karl Holmeier, der den Landrat vertrat, sammelte.

Extreme Ausschläge wie noch nie
Beide Politiker bezeichneten den Regionalligisten als starken Botschafter für den Landkreis und Aushängeschild für Cham und die Region. Stoiber gab dem neuen Trainer gleich eine „Aufgabe“ mit auf den Weg: „Ich wünsche der Mannschaft sportlichen Erfolg, eine verletzungsfreie Saison – und, dass ein besserer Platz als der achte herausspringt.“
Diese Vorlage nahm Roland Dachauer in seinem Rückblick auf: „Ich bin seit 25 Jahren in diesem Verein, aber eine Saison mit solchen extremen Ausschlägen habe ich noch nicht erlebt.“ Einer katastrophalen Vorrunde folgte eine super Rückrunde. Besonders herausfordernd sei der Herbst gewesen. Die DJK geriet in einen Negativstrudel, landete auf einem Abstiegsrelegationsplatz.
Impressionen von der Saisoneröffnung der DJK Vilzing

















Als Ursache, dass die Mannschaft „weit hinter den Erwartungen blieb“ nannte Dachauer die fatale Mischung aus schlechten Spielen, Pech und vielen Verletzten. Die Führung habe den Kopf nicht verloren und im Winter an den richtigen Stellschrauben gedreht. Dachauer nannte die Verpflichtung von Alexis Fambo, Thomas Haas und Elija Härtl.
Danach sei es in die andere Richtung gegangen. „Eine Achterbahnfahrt“, so Dachauer. Die Mannschaft habe eine phänomenale Rückrunde gespielt.. Alleine im April sammelte die DJK 15 Punkte. „Bayern geschlagen, Bayreuth, Schweinfurt und Buchbach. Ich werte als einen der größten Erfolge, so ein Rückrunde gespielt zu haben“, sagte der Sportliche Leiter. „Das war eine herausragende Leistung. Wir sind Rückrunden-Vizemeister.“

Den Blick auf die neue Saison leitete Moderator Stefan Schmidbauer im Gespräch mit Neu-Trainer Thorsten Kirschbaum ein. Der frühere Profi-Keeper, der bei der DJK seine erste Trainer-Station durchläuft, bezeichnete sich als lebensfroh und auf Harmonie bedacht. Er wolle der Mannschaft Spaß und Freude vermitteln. Ehrlichkeit, Respekt untereinander, Zusammenhalt und eine Truppe, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann, sei die Basis für eine erfolgreiche Arbeit. Die Vilzinger seien eine eingeschworene Einheit habe ihm Roland Dachauer DJK „angepriesen“. Es habe sich alles so bestätigt. Mit Blick auf den Spielplan sagte der neue Trainer, der 2026 die A-Lizenz erfolgreich abschließen will, dass er sich auf den Auftakt am Huthgarten gegen die SpVgg Unterhaching freue – und auf ein volles Stadion. Auf die Frage, was die DJK-Fans erwarten dürfen, antwortete der Ex-Profi: Viel Spektakel, viele Tore und meistens gewinnt die Heimmannschaft“.

Für die vielen Tore sollen auch die Neuzugänge sorgen, die Roland Dachauer vorstellte. Es seien gar nicht so viele gekommen. Es haben mehr Spieler den Verein verlassen als wieder verpflichtet wurden. Das habe Gründe: Zum einen sei im Winter nachgebessert worden, zum anderen werden verletzte Spieler fit. Jonas Blüml (mit Kreuzbandriss zur DJK gekommen) sei ein „unechter Neuzugang“, Lukas Schröder am Weg zurück. 22 Feldspieler soll der Kader umfassen. Mit U19-Spieler Levente Raki seien 21. Ein Platz wäre also noch frei. Dachauer schließt eine weitere Verpflichtung nicht aus.
Talent und Erfahrung
Als eine Mischung aus Talent, Erfahrung und Qualität, bezeichnete er die Neuen. Mit Fabian Eutinger vom TSV Rain und Johannes Herrnberger vom TB03 Roding (er war nicht anwesend) wurde zwei junge Torhüter-Talente verpflichtet. In diese Kategorie gehöre auch der offensive Mittelfeldspieler Nik Leipold vom VfB Eichstätt, der bei „vielen auf dem Zettel stand“. Erfahrung bringt Daniel Steininger (30) mit. Der Niederbayer laboriert noch an einer Schulterverletzung.

Hohe Erwartungen haben die Vilzinger an Markus Ziereis. Er soll nicht nur auf dem Platz liefern. Vilzing habe einige Mentalitätsspieler verloren. Diese Lücke soll der gebürtige Rodinger füllen. Um ein konkretes Saisonziel zu formulieren, sei es noch zu früh. Natürlich wolle die DJK eine gute Rolle spielen. „Zuerst einmal Punkte sammeln und hinten wegbleiben“, sagt Dachauer, „wenn wir den Tabellenplatz der vergangenen Saison wiederholen, bin ich grundsätzlich zufrieden.“
Flutlicht im Manfred-Zoller-Stadion
■ Infrastruktur: Aktuell wird eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage gebaut, um die Auflagen des Verbands ui erfüllen. Die Fundamente sind errichtet. Masten und Strahler werden zeitnah folgen. Am 23. September gibt es das erste offizielle Flutlichtspiel. Gegner ist der FC Bayern.
■ Wirtschaft: In der Saison 24/25 hat die DJK die Marke von 100 aktiven Werbepartnern überschritten.
■ Totopokal: Die DJK nimmt, laut Roland Dachauer, den für Amateure sehr attraktiven Wettbewerb sehr ernst. Das erste Spiel ist am 19. Juli, Der Gegner wird erst ausgelost.