Miniköche holen sich auf der Landesgartenschau Furth im Wald einen Weltrekord

Von Alexander Frimberger · 5. Juli 2025 um 19:30

Können rund 100 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren 7000 Knödel in zwei Stunden abdrehen? Das war am Samstagmittag die große Frage auf der Hauptbühne der Landesgartenschau in Furth im Wald. Unter den Blicken zahlreicher Zuschauer und prominenter Gäste, legten sich Miniköche aus ganz Bayern kräftig ins Zeug.

Als von der Bühne gemeldet wurde, dass bereits 6000 Knödel abgedreht sind und noch jede Menge Zeit auf der Uhr ist, reckten die ersten Väter einiger Mini-Köche bereits die Beckerfaust. Tatsächlich war es weit vor der Zeit dann soweit.

7050 Knödel abgedreht

Der Abschlussgong ertönte, als noch 38 Minuten und 48 Sekunden auf der Uhr vom Countdown übrig waren. Die Schiedsrichter meldeten: 7050 Knödel, waren korrekt abgedreht worden. Weltrekord: Aufgestellt auf der Landesgartenschau Furth im Wald.

Es muss in den Familien wieder mehr gekocht werden.

Andreas Brunner, Vorsitzender LandGenuss

Initiiert hatten den Weltrekordversuch Mauela Heizler, ehrenamtliche Teamleiterin der Europa Miniköche in Bayern, sowie Andreas Brunner, Vizepräsident des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbandes. Beide fungierten auch als Moderatoren des Tages und holten sich zahlreiche, vor allem politische Prominenz auf die Bühne. Martina Englhardt-Kopf, parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp und andere betonten unisono den hohen Wert der regionalen und saisonalen Landwirtschaft.

Politprominenz beim Weltrekordversuch der Miniköche im Knödelabdrehen auf der Landesgartenschau Furth im Wald - Foto: Alexander Frimberger
Einmarsch der Knödel- Gladiatoren - Foto: Alexander Frimberger
Vorstellungsrunde - Foto: Alexander Frimberger
Das Interesse am Weltrekordversuch war groß - Foto: Alexander Frimberger
Moderatorenduo Manuela Heizler und Andreas Brunner - Foto: Alexander Frimberger
Bürgermeister Sandro Bauer ließ den Startgong ertönen - Foto: Alexander Frimberger
Nachschub - Foto: Alexander Frimberger
Fleißig bei der Sache - Foto: Alexander Frimberger
Es schien den Kids sichtlich Freude zu bereiten - Foto: Alexander Frimberger
Unter anderem Notar Dr. Clemens Hermanns sorgte dafür, dass korrekt gezählt wurde. - Foto: Alexander Frimberger
Immer 50 Knödel kamen in eine Kiste - Foto: Alexander Frimberger
Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf auf der Bühne - Foto: Alexander Frimberger
Neukirchen b. Hl. Bluts Bürgermeister Markus Müller zählte Knödel - Foto: Alexander Frimberger
Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp auf der Bühne - Foto: Alexander Frimberger
Arnschwangs Bürgermeister Michael Multerer führte die Strichliste - Foto: Alexander Frimberger
Timo Burger spendete 640 Kilo Knödelteig - Foto: Alexander Frimberger
Am Ende war der Jubel natürlich groß - Foto: Alexander Frimberger
Am Ende war der Jubel natürlich groß - Foto: Alexander Frimberger
Am Ende war der Jubel natürlich groß - Foto: Alexander Frimberger

Auch Susanne Droux, Geschäftsführerin der Europa Miniköche, Sparkassenchef Franz Wittmann, Timo Burger, dessen Unternehmen 640 Kilo Knödelteig für den Rekordversuch spendiert hatte sowie Bürgermeister Sandro Bauer, der den Startgong schlug, betonten, wie wichtig es ist, jungen Menschen rechtzeitig den richtigen Umgang mit Lebensmitteln näher zu bringen. „Es muss in den Familien wieder mehr gekocht werden“, forderte Brunner.

Während der Interviews auf der Hauptbühne wurde dahinter von den Miniköchen, die aus ganz Bayern nach Furth im Wald gekommen waren, in verschiedenen Schichten, Knödel um Knödel gedreht. Während die einen die Rundlinge herstellten, schafften die anderen Nachschub heran oder trugen fertige Kisten, in denen sich genau 50 Knödel befanden, zu den Schiedsrichtern. Notar Dr. Clemens Hermanns und Michael Müller, Bürgermeister von Neukirchen b. Hl. Blut zählten und kontrollierten die fertigen Knödel, Arnschwangs Bürgermeister Michael Multerer führte die Strichliste und konnte weit vor der veranschlagten Zeit melden, dass der Weltrekord geschafft war.

Während der Interviews war auch die Frage aufgetaucht, was mit den Knödeln passiert. Brunner erklärte, die werden an Altenheime, Gastronomie aber auch an Privatpersonen gegen eine Spende abgegeben. Das Geld wird dann an eine Kinderhilfe-Organisation weitergegeben. Nach dem erfolgreichen Weltrekordversuch war der Jubel natürlich groß. Einige Kinder, die danach befragt wurden, meinten, sie hätten im Vorfeld nicht geglaubt, dass der Weltrekord zu schaffen sei.

Viele freiwillige Helfer

Brunners Dank galt allen Teamleitern und Helfern vor und hinter der Bühne sowie den Eltern. „Ohne Sie, wäre das heute nicht möglich gewesen.“