7000 Knödel in zwei Stunden: Weltrekord auf der Landesgartenschau Furth im Wald geplant

Von Alexander Frimberger · 3. Juli 2025 um 05:00

Das Wochenende 5. und 6. Juli gehört auf der Landesgartenschau den Miniköchen und der gesunden Ernährung. Infostände, ein Weltrekordversuch und eine Podiumsdiskussion stehen auf dem Programm. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat sein Kommen angekündigt.

Wie wir bereits berichtet haben, soll der Weltrekordversuch, bei dem einhundert Miniköche zwischen neun und 14 Jahren dabei sind, am Samstag, 5. Juli, zwischen zwölf und 14 Uhr auf der Hauptbühne erreicht werden: 7000 Knödel in zwei Stunden abdrehen. Das wäre der erste Rekord dieser Art, weiß Manuela Heizler, ehrenamtliche Leiterin der Europa Miniköche. Es habe zwar schon ein paar Versuche gegeben, aber noch keinen offiziellen Weltrekorddurchgang. 640 Kilo Knödelteig wurde von einem regionalen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Hergestellt aus Kartoffeln aus der Region, wie Andreas Brunner, Vorsitzender des Vereins Landgenuss, deutlich betont. Man merkt, es geht um mehr, als nur darum, einen offiziellen Weltrekord aufzustellen. Ernährung ist das große Thema der beiden Überzeugungstäter.

Die Gesundheit ist eng mit dem verbunden, was bei uns auf den Teller kommt. Viele Allergien und andere Krankheiten könnten vermieden werden. Die Miniköche seien dabei ein guter Hebel, einen Prozess in Gang zu setzen. Laut Brunner ist es durchaus so, dass die kochenden Kinder, daheim zum Umdenken anregen, wenn sie fordern, gesunde und regionale Lebensmittel zu verwerten, bestätigt Brunner. Heizler ergänzt: „Ehemalige Miniköche berichten, dass sie später auch selbst in der Küche stehen und sich Essen zubereiten.“ Letztlich trage das Ganze auch dazu bei, die Grundeinstellung von Kindern und Jugendlichen in anderen Bereichen ins Positive zu verändern. Umdenken müssen laut Brunner auch die Erzeuger, denn der Kunde wünsche sich heute regionale Lebensmittel. Daher gelte es regionale Kreisläufe zu stärken, „dann hat jeder gewonnen.“

Am Sonntag, 5. Juli, wird der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf der Landesgartenschau in Furth im Wald erwartet. Nach seinem Grußwort folgt eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten zum Thema: „Gesunde Ernährung unter dem Aspekt der Saisonalität und Regionalität.“

Zurück zu den Knödeln: Er ist bayerisches Kulturgut, daher passe er zu der tollen Aktion, die auch ein Zeichen für regionale Produkte setzen soll, finden Heizler und Brunner unisono. Die Rundlinge werden nach dem Abdrehen natürlich nicht weggeworfen. „Lebensmittelverschwendung kommt nicht in Frage“, so Brunner. Altenheime, Betriebe, Gastronomie und private Haushalte werden alle hoffentlich 7000 Knödel abnehmen und dafür etwas spenden. Das Geld geht an den Verein Kinder helfen Kindern.