Alles, was man zum Drachenstich Furth im Wald 2025 wissen muss

Von Alexander Frimberger · 4. Juli 2025 um 05:00

Noch einen Monat, dann startet am 1. August in Furth im Wald im Landkreis Cham mit der Premiere die diesjährige Drachenstichsaison. Sichtbar wird das seit Donnerstag, die Mitarbeiter des Bauhofs haben mit dem Bühnenaufbau begonnen. Eine gute Gelegenheit, bei Organisationsleiterin Anna-Lena Fischer nach dem Stand der Dinge zu fragen und zu erfahren, ob es im Jahr 2025 Änderungen gibt.

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Die größte personelle Veränderung ist Fischer selbst, sie hat heuer den Dirigierstab in die Hand genommen, gibt den Takt vor, damit hinter den Kulissen alles rund läuft.

Dauerkarten fast alle weg

„Ja“, sagt Fischer, die auch Leiterin der Tourist-Info ist, und lächelt, „ich bin toll aufgenommen worden.“ Das Team um Maria Simmeth und Marion Beer kennt das Geschäft seit Jahren und unterstützt sie sehr. Apropos Geschäft: Wer noch Dauerkarten haben möchte, muss sich sputen. „Die sind ja traditionell schnell vergriffen, aber ein paar Restkarten haben wir noch.“ Die Tickets kosten 50 Euro (20 Euro für Kinder). Alle Vorführungen mit Ausnahme der am Abend des Hofrechts und der letzten Aufführung am 17. August können vom Stehplatz aus beobachtet werden.

Neu ist bekanntlich auch das Drachenstichbüro, das jetzt mit der Touristinfo im Alten Amtsgericht untergebracht ist. Dort sind die regulären Eintrittskarten ab 29 bis 38 Euro erhältlich. Eine Ausnahme machen die beiden Generalproben am 30. und 31. Juli: Karten sind zum Einheitspreis von 23 Euro erhältlich. Wer nicht ins Büro kommt, der kann sein Ticket auch im Internet auf der Drachenstich-Website lösen.

Aber auch hier heißt es vor allem für Wochenendvorführungen schnell sein. Im System ist die Verfügbarkeit schon von Grün auf Gelb umgesprungen, das heißt, die Karten werden langsam knapp. Zurückzuführen sei das natürlich auch auf die Landesgartenschau und das, was im Vorfeld passiert ist. „Wir durften immer mit auf die Messen und für den Drachenstich Werbung machen“, sagt Fischer.

Besonders erfolgreich war demnach der Auftritt auf der Freizeitmesse free in München. Das Ritterpaar Antonia Buschek und Tobias Jelinek sowie die Businenbläser haben mächtig Eindruck gemacht. Geradezu spektakulär war der Ausflug mit dem Further Drachen zur Abschlussveranstaltung der Landesgartenschau in Kirchheim bei München. „In den Tagen darauf haben wir das in der Touristinfo sofort gemerkt“, sagt die Leiterin.

Zahlreiche Anrufer haben die Leitungen glühen lassen und sich über beide Großveranstaltungen informiert. Großes Interesse sorgt andererseits für zwei Problemstellungen, die gelöst werden müssen: Übernachtung und parken.

Erfahrene Festspielbesucher wissen, dass es während dieser Zeit kaum Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Viele buchen nach der letzten Vorstellung gleich die Zimmer für das kommende Jahr. In der Tourist-Info kann man daher nicht mehr weiterhelfen.

Am Stadtplatz wurde mit dem Bühnenaufbau begonnen. - Foto: Alexander Frimberger

Vielleicht hat man Glück, wenn man direkt beim Vermieter nachfragt. „Wir verweisen aber an die Gemeinden rund um Furth im Wald.“ Die allermeisten Besucher kämen ja mit dem Auto. Innerhalb von 15 Minuten sind da zum Beispiel Waldmünchen, Arnschwang, Neukirchen b. Hl. Blut leicht zu erreichen. Genau die Mobilität ist ein weiteres Problem.

Die Further werden da wieder einiges aushalten müssen, befürchtet Fischer, die aber auch sagt, dass man die Lage gut im Griff hat. Wie in jedem Jahr stellen wieder einige Unternehmen ihre Firmengelände zur Verfügung. Auswärtige Besucher, die erst die Landesgartenschau besuchen und sich abends noch den Drachenstich ansehen, haben ja schon einen Parkplatz. „Außerdem sind wir eine Kleinstadt“, da könne man auch mal außerhalb des Zentrums parken und ein Stück zu Fuß gehen.

Das ist überhaupt Fischers Empfehlung an alle Further: Wenn es möglich ist das Auto stehen lassen, zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren.

Es ist für alle ein Kraftakt, umso schöner, dass wir trotzdem von allen Seiten Hilfe haben.

Anna-Lena Fischer, Drachenstich Orga-Leitung

Weitere Fakten: Der Souvenirladen in der Perlinger Villa am Schlossplatz hat ab Mitte Juli geöffnet. In der Festspielzeit von zehn bis 20 Uhr gibt es dort auch Karten für die Aufführungen. Der Historische Festzug startet am Bayplatz. Nach der Umbaupause im vergangenen Jahr führt er heuer wieder über die Lorenz-Zierl-Straße, von-Müller-Straße, über den AOK-Berg, vorbei am Ärztehaus in die Bahnhofstraße und auf den Stadtplatz.

„Die Strecke ist länger als in den Jahren zuvor“, erklärt die Orga-Chefin. Auch weil man aufgrund der Landesgartenschau mit noch mehr Besuchern rechnet. Außerdem biete die Route – wie schon im vergangenen Jahr – für die Bewohner des Seniorenheims eine gute Gelegenheit, das Spektakel zu beobachten. Das Drachenfest in seiner bisherigen Form wird heuer nicht stattfinden. Es wird aber an einer Alternative gebastelt. Was, wann und wo soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Dank an das Ehrenamt

Anna-Lena Fischer ist auf den Ansturm vorbereitet: „Drachenstich ist ja immer Ausnahmezustand“, sagt sie und lacht. Wichtig ist ihr dabei das Lob an alle Ehrenamtlichen die sich auf LGS und Drachenstich engagieren: „Es ist für alle ein Kraftakt, umso schöner, dass wir trotzdem von allen Seiten Hilfe haben.“