Schließzeit soll für Sanierungsarbeiten Auf der Schanze genutzt werden

Von Tanja Fenzl · 3. Juli 2025 um 11:30

Der Chamer Biergarten Auf der Schanze schließt für diese Saison seine Pforten. Nun sollen im Umfeld demnächst Baumaschinen anrücken.

Während der Schließzeit will der Verpächter die Zeit nutzen, um notwendige Ausbesserungsarbeiten durchzuführen. Die alte Mauer, die den Biergarten umrundet, soll an der Bahngleisseite ab Eingang Biergarten bis vor Richtung Brillengeschäft saniert werden. „Das sollte eigentlich im Herbst gemacht werden, eventuell kann man da jetzt früher anfangen“, sagt Biergarten-Pächer Andreas Babl, der am Mittwoch das Saisonende für dieses Jahr verkündet hatte.

Praktisch: Der neue Besitzer ist eine Baufirma

Wie praktisch, dass der neue Besitzer des Ensembles Auf der Schanze seit letztem Jahr ohnehin eine Baufirma ist. Bekanntlich hatte die das Bauunternehmen Josef Rädlinger aus Windischbergedorf den Biergarten samt Umgriff gekauft. Mit dem Ziel, das Ganze so zu belassen, wie es ist. „Das wird nix, weil es bleibt, wie es ist, weil es gut ist, wie es ist. Es ist, was es ist: ein wunderschöner Biergarten in einer tollen Lage“, ließ sich Josef Rädlinger im April vergangenen Jahres zitieren.

Eine Sprecherin des Rädlinger-Konzerns bestätigt: „Die vorübergehende Schließung des Biergartens nutzen wir, um notwendige Sanierungsarbeiten auf dem Gelände durchzuführen. Die Arbeiten beginnen zeitnah, ein genauer Zeitplan wird derzeit abgestimmt.“

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Der Biergarten Auf der Schanze ist Chams ältester Biergarten, weiß Pächter Andreas Babl. „So alt wie die Bäume sind, so lange hat es hier einen Biergarten gegeben.“

Biergarten Auf der Schanze ist über 140 Jahre alt

Die Kastanienbäume und die große Linde sind rund 140 Jahre alt. Er habe über den Biergarten im Stadtarchiv recherchiert, und hochbetagte Stammgäste erzählten ihm und seiner Frau Christine „Chipsy“ ebenfalls immer wieder von den Anfängen des Biergartens Auf der Schanze, als an dieser Stelle hoch über Brunnendorf schon Ende des vorletzten Jahrhunderts gegessen und getrunken wurde. „Da befand sich im hinteren Teil nur ein kleiner Stadl als eine Art Wurstküche, wo Presssack und und Ähnliches hergerichtet wurden.“

In den 80er Jahren wurde das Restaurant Vier-Jahreszeiten gebaut, „das hatte aber nur zwei Saisonen offen“. Danach führte den Biergarten ein Pächter namens Bahls oder Bals, ehe der jetzige Morizz-Wirt Helmut „Simmi“ Siebenhandl zwei Jahre lang auf dem Biergarten war. Von ihm übernahm Kultwirt Fidi das Zepter im Biergarten 17 Jahre lang bis zu seinem Tod. „Seit acht Jahren haben wir den Biergarten“, erzählt Babl.

Im kommenden Jahr, so hoffen Andy und Chipsy Babl, gehen sie mit dem Chamer Biergarten mit der schönsten Aussicht bis weit in den Bayerischen Wald hinein die neunte Saison.