Metropolregion Nürnberg braut zum 20-jährigen Bestehen gemeinsam Bier

Jede gute Party braucht ein gutes Motto. Das hat sich wohl auch die Metropolregion Nürnberg gedacht und sich im Hinblick auf das 20-jährige Bestehen des regionalen Bündnisses nach einem zündenden Einfall auf die Suche gemacht.
Was verbindet Nürnberg, Fürth, Erlangen, Neumarkt, Forchheim und Co. besser als die leidenschaftliche Liebe zum Bier, werden sich wohl die Bürgermeister und Landräte aus den mehr als 20 Landkreisen und über zehn Städten bei der Geburt der Idee eines Jubiläumsbieres gesagt haben.
Um die Idee auf die Spitze zu treiben, soll das Partygetränk selbstverständlich in allen Ecken und Enden des Zusammenschlusses ganz im Geiste des Netzwerkes zur Überwindung des Kirchturmdenkens zunächst gemeinsam hergestellt und später auch gemeinsam getrunken werden.
Nürnbergs Antwort auf die Globalisierung
„Das Jubiläumsbier soll als Gemeinschaftsprodukt mehrerer Brauereien aus Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz das Brauhandwerk aus verschiedenen Bezirken der Metropolregion vereinen und aus Rohstoffen wie Hopfen, Malz und Hefe aus der gesamten Metropolregion hergestellt werden“, bringt die Metropolregion das Konzept des Jubiläumsbieres auf den Punkt.
Das Konzept soll symbolisch den Charakter des freiwilligen Zusammenschlusses regionaler Akteure widerspiegeln, der 2005 als Antwort auf die Globalisierung zur Erhöhung der Sichtbarkeit und Eröffnung neuer Chancen der vom Rand des Eisernen Vorhangs ins Herz des Kontinents zurückgekehrten Landstriches gegründet worden ist. Dementsprechend klangvoll sind die Namen der Beteiligten beim Jubiläumsprojekt Bierbrauen.
Das Rezept für den Festtrunk ist am Dienstag beim Unternehmen „Barth Haas“ in Nürnberg entwickelt worden. Das genauso traditionsreiche wie innovative Familienunternehmen gilt als Weltmarktführer im Hopfenhandel. „Unsere Experten suchen ständig nach innovativen Möglichkeiten, Hopfen neu zu denken“, schreibt sich das Haus auf die Fahnen.
Um die Menschen in und für die Metropolregion zu begeistern, soll der Sud besonders süffig werden und dabei gleichzeitig wenig Alkohol enthalten. Zur Unterstützung des Prototyps werden erfahrene Braumeister von der Privatbrauerei Hofmann aus Pahres im Landkreis Neustadt/Bad Windsheim, von Meinel Bräu aus Hof und vom Orth-Bräu „Zum Fuchsbeck“ aus Sulzbach-Rosenberg hinzugezogen.
Nach dem Einmaischen hat Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Europäischen Metropolregion Nürnberg, gemeinsam mit den Braumeistern Peter Köhler und Lorenz Gareiner sowie dem Rother Landrat Ben Schwarz als Leiter der metropolregionweiten Lebensmittelkampagne „Original Regional“ und Stephan Barth, Aufsichtsrat des gleichnamigen Familienunternehmens, den ausgewählten Hopfen während des anschließenden Kochens hinzugegeben.
„Das Jubiläumsbier vereint traditionelles Handwerk, regionalen Genuss und Innovationskraft der Region“, sind sich die Vertreter der Metropolregion sicher. Wenn das Ergebnis stimmt, sollen später 700 Liter des edlen Stoffes in der Museumsbrauerei im Kulmbacher Mönchshof in Fässer und Flaschen abgefüllt werden.
Erste Fass wird beim Staatsempfang gezapft
Das Datum zum Leeren des ersten Fasses steht ebenfalls schon fest. Bei einem Staatsempfang am 24. September soll das erste „Jubi-Metrobier“ die Stimmung der Geburtstagsgäste heben.
Auch in München wollen die Franken bei einem Staatsempfang am 8. Oktober zeigen, warum die Gegend zwischen Pegnitz und Main für seinen Gerstensaft weltweit bewundert wird.
Damit auch die normalen Bürger in den Genuss kommen können, soll das Metropolregionsbier auch noch im Rahmen der beliebten Verbrauchermesse „Consumenta“ den Durst der Besucher stillen.