Hitzewelle erhöht Brandgefahr enorm – Höchste Warnstufe im Landkreis Schwandorf steht bevor

Von Mittelbayerische Zeitung · 1. Juli 2025 um 17:00

Die Wald- und Flächenbrandgefahr im Landkreis Schwandorf ist bereits jetzt auf hoch, doch dies ändert sich zur Wochenmitte noch einmal wie die Kreisbrandinspektion mitteilt. Der Waldbrand und der Grasland-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes der Graslandfeuerindex steigt zur Wochenmitte auf die Stufe 5, welche die höchste Warnstufe ist.

Die Gefahr erhöht sich durch die warmen Temperaturen, durch Sonneneinstrahlung und besonders durch den Wind, der das Feuer rasch anfacht, so Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Schlosser in der Mitteilung.

Scherben häufig Auslöser

Allerdings kann auch unsachgemäß entsorgter Müll wie Glasflaschen und Scherben einen Brand auslösen. Glasscherben können das Sonnenlicht bündeln und dabei wie ein Brennglas wirken. Insbesondere an den Straßenrändern, welche sich in unmittelbarer Nähe zu den Getreidefeldern befinden, kann dies zu einem Brand führen.

Kreisbrandrat Christian Demleitner appelliert und gibt gemeinsam mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes folgende Tipps, um einem Wald- und Flächenbrand vorzubeugen: Rauchen, offenes Feuer, Grillen und offenes Licht sollte in Wäldern oder auf Wiesen vermeiden werden. Zudem sollten Zigarettenkippen nicht aus dem Autofenster geworfen werden. Zufahrten zu Wäldern sowie Feldwege müssen für Löschfahrzeuge Tag und Nacht frei gehalten werden. Das Fahren oder Parken auf Waldwegen ist zu unterlassen, da heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren das Gras in Brand stecken können. Auch Abfälle sollten nicht in die Natur geworfen werden. Besonders Scherben können wie Brenngläser wirken. Abschließend wird in der Mitteilung empfohlen, dass auch Kinder über die Gefahren und Folgen aufgeklärt werden sollten. „Viele Brände lassen sich durch rasches Eingreifen schon im Anfangsstadium löschen. Deshalb bitte immer sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren“, teilt die Kreisbrandinspektion mit.

Gerade in ländlichen Gebieten, wo Felder, Wälder und Wiesen direkt an Wohngebiete grenzen, ist besondere Vorsicht geboten. Schon ein kleiner Funke kann verheerende Folgen haben. Die Bevölkerung ist daher aufgerufen, mit wachem Blick und verantwortungsbewusstem Handeln zur Sicherheit aller beizutragen. Die Bevölkerung sollte achtsam sein und bei Rauch oder Feuerschein die Feuerwehr verständigen, so Kreisbrandrat Christian Demleitner.

Aber die warmen Temperaturen möchten natürlich auch privat gut genutzt werden, zum Beispiel mit einem schönen Grillabend zuhause mit Freunden. In Baden-Württemberg führte eine solche Idee zu einem ausgedehnten Heckenbrand mit rund 100 000 Euro Schaden sowie verletzten Personen. Damit dieses für alle zum gelungenen Freizeiterlebnis und nicht zum Desaster wird, empfiehlt die Kreisbrandinspektion die Beachtung einiger weniger Grundregeln.

So grillt man sicher

Einen standfester und sicherer Standplatz für den Grill sollte gewählt und Abstand zu brennbaren Stoffen wie Lampions und Girlanden gehalten werden. Ein Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern ist das Mindestmaß.

Der Grill sollte nur im Freien genutzt werden. Zum Anzünden des Grills sollten Trockenbrennstoffe oder Grillanzünder verwendet werden, jedoch auf keinen Fall brennbare Flüssigkeiten. Das Feuer sollte auch nicht mit Pressluft oder gar mit Sauerstoff angefacht werden. Ein Feuerlöscher oder Eimer Wasser hilft Entstehungsbrände zu bekämpfen. Des Weiteren sollte beim Hantieren am Grill keine Synthetik-Kleidung getragen werden, da diese schlagartig Feuer fangen kann.