Gaudi und Spannung beim Sautrogrennen am Eixendorfer Stausee

Den mittlerweile etablierten und beliebten Sand-Beach am Eixendorfer Stausee, suchten die Besucher am Sonntag leider vergeblich. Denn das Neunburger Strandbad lag etwa zwei Meter unter dem Wasser. Der Grund war, dass die Stauhöhe wegen der anstehenden Messungen am neuen Entnahmebauwerk über den Normalpegel angehoben werden musste. Dies geschah seitens der Betreiber, dem Wasserwirtschaftsamt Weiden. Für die 16 gemeldeten Teams war das aber kein Problem.
Die gute Nachricht war, dass sich keine einzige Blaualge sehen ließ, trotz der vorangegangenen heißen Sonnentage. Das der Start zum diesjährigen Sautrogrennen also von der Wiese aus erfolgen musste, störte die 16 gemeldeten Teams eher weniger. Sie traten erneut mit fantasievollen Namensgebungen an, um sich dann in die angenehm kühlenden Fluten zu stürzen.
Ältere zogen sich zurück
Da paddelten dann schon mal die Schluckspechte gegen die Tiefseetaucher in der Vorrunde um die Wette. Auch auf die eigene Herkunft wurde hingewiesen, etwa bei den Festdamen oder dem Simmernhof. Festzustellen war, dass viele neue Teams vertreten waren und sich offenbar manch ältere „Sautrogler“ aus den Anfangstagen wohl eher aufs Zuschauen verlegt hatten.

Deutlich wurde dies unter anderem dadurch, dass mit etwas mehr sportlichem Ehrgeiz und Ernst zur Sache gegangen wurde, die Gaudi blieb dabei leider etwas auf der Strecke. Eine spektakuläre Piraterie, wie sie das Publikum früher geliebt und mit stürmischem Beifall begleitet hatte, war eher die Seltenheit.

Sie landeten im Wasser
Nur eine Damenmannschaft wagte es im Viertelfinale, bei der Wende an der Boje, Hand an den gegnerischen Sautrog zu legen, um ihn zum Untergang zu zwingen. Doch die Retourkutsche kam dann auch, denn die männlichen Rivalen schlugen zurück. Am Ende landeten beide Teams im Wasser und die Wasserwacht startete eine kleine Rettungsaktion.
Da allerdings unbedingt eine Entscheidung her musste, lautete die Ansage des Kampfgerichtes: „Wer mit seinem Trog und beiden Paddeln, egal wie, als erster im Ziel ist, der ist eine Runde weiter. Hier reagierten die Männer etwas schneller, zumal die Damenmannschaft es sich bereits auf dem Motorboot der Wasserwacht bequem gemacht hatte.

Mit deutlichem Vorsprung
Im weiteren Verlauf gingen das Halbfinale sowie das Finale kampfstark aber unspektakulär zu Ende. Relativ überraschend erkämpften sich Die Vodas, die Sieger des Vorjahres, diesmal nur Rang fünf. Auf Platz vier ruderte sich noch das Team Simmerlhof, welches sich gegenüber den Schluckspechten geschlagen geben musste. Ins Finale hatten es das Team Steininger und Kulturgut Weizen geschafft. Die Steiningers waren deutlich früher an der Wendeboje, aber danach zeichnete sich plötzlich ein „Trog-an-Trog-Finish“ ab. Auf den letzten Metern zogen Kulturgut Weizen noch einmal kräftig und im Rhythmus an und siegten mit einem deutlichen Vorsprung.

Letzteres freute Markus Lernbecher von der Bodenwöhrer Familienbrauerei natürlich, zumal sich die Sieger bei der Auswahl der Sachpreise für je eine Magnumversion Weizenbier entschieden. Die Siegermedaillen überreichte Bürgermeisterin Margit Reichl (CSU) für die Stadt Neunburg, zusammen mit Elisabeth Stehr vom Zweckverband Oberpfälzer Seeland. Diese hatten das Sommerspektakel, zusammen mit dem Tourismusverein, unter Führung von Markus Greiner, wieder als Veranstalter ausgerichtet.

Werner Dietrich führte durch das Programm
Werner Dietrich, der wiederum als Moderator hervorragend durch das Programm geführt hatte, nutzte die kurze Pause vor der Siegerehrung, um sich bei allen Helfern zu bedanken, die dem Publikum einen schönen Familiennachmittag am See bereitet hatten, Gleiches galt für die Sponsoren der Sachpreise.
Nicht unerwähnt blieb dabei DJ Torsten für seinen musikalischen Beitrag, den sich der eine oder andere Besucher nach eigener Aussage, gern bei der Beach-Week gewünscht hätte.