Tödlicher Unfall auf der B22 bei Schönthal: Wohnwagen fährt in Mülllaster und fängt Feuer

Eine Person ist bei einem tragischen Verkehrsunfall am Montagmittag auf der B22 bei Schönthal im Landkreis Cham ums Leben gekommen. Vier weitere Personen wurden verletzt. Bei dem Unfall ist ein Wohnwagengespann vollständig ausgebrannt.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist ein Wohnwagengespann aus dem Erzgebirgskreis in Richtung Cham unterwegs gewesen. Aus unbekannter Ursache ist das Fahrzeug gegen 11.20 Uhr auf Höhe Schönthal auf die Gegenfahrbahn geraten. Dabei ist das Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Mülllaster, der vergeblich versucht hatte auszuweichen, zusammengestoßen. Das Wohnwagengespann hat sofort zu brennen angefangen.
Für die Ersthelfer war es eine sehr schwierige Situation. Es gelang ihnen, den 62-jährigen Fahrer aus dem brennenden Fahrzeug zu bergen. Für die Person auf dem Beifahrersitz, eine 60-jährige Frau, kam jede Hilfe zu spät. Die Frau verbrannte im Fahrzeug. Bei der Rettungsaktion zogen sich auch zwei Ersthelfer Brand- und Rauchgasverletzungen zu. Auch der Fahrer des Müllfahrzeuges musste behandelt werden. Der Fahrer des Wohnwagengespanns wurde später mit dem Rettungshubschrauber nach Regensburg geflogen. Besonders tragisch war, dass in einem nachfolgenden Fahrzeug Angehörige der Unfallopfer früh am Unfallort waren.

Dass es sich bei dem Unfallfahrzeug vor dem Brand um ein Wohnwagengespann gehandelt hat, war am abgelöschten Fahrzeug kaum mehr zu erkennen. Auch der Mülllaster wurde massiv beschädigt. Der Schaden an den Fahrzeugen ist auf einen hohen fünfstelligen Betrag zu schätzen.
Vor Ort war die Polizei mit drei Streifen zur Unfallaufnahme. Um die Umleitung des Verkehrs kümmerte sich die Feuerwehr. Zusammen mit der eintreffenden Wehr aus Rötz startete der Löscheinsatz. Immer wieder waren Nachlöscharbeiten mit Schaum und unter Atemschutz nötig. Ein Problem für die Feuerwehr war, dass lange nicht klar war, ob es sich um einen Benziner oder E-Auto handelt. Weitere Wehren kamen aus Berndorf-Gmünd und aus Döfering. Die Einsatzleitung hatte der Schönthaler Kommandant Kurt Baier inne. Vor Ort waren auch der Kreisbrandmeister und der Kreisbrandinspektor.
Der Rettungsdienst von BRK und Maltesern war mit fünf Rettungswagen, Notarzt und Einsatzleiter sowie dem Rettungshubschrauber vor Ort. Im Verlauf der Sperrung wurde die Feuerwehr Hiltersried nachalarmiert. Sie sollte Sichtschutzwände aufstellen, auch um Gaffern von den angrenzenden Nebenstraßen die Sicht auf die Unfallstelle zu erschweren.
B22 erst am Abend wieder freigegeben
Die B22 blieb bis 19.30 Uhr gesperrt, teilt die Polizei mit. Aufgrund der durch die Hitze entstandenen Schäden werde das Tempolimit in diesem Bereich aber auf 50 herabgesetzt. Am Dienstagvormittag werde der Belag der Bundesstraße wieder repariert. Ob dann eine neuerliche Sperrung nötig werde, konnte die Polizei am späten Abend nicht sagen.