Erschossener Riesenwaller vom Brombachsee wird bereits als Filet serviert

Der zwei Meter lange Waller, der im Brombachsee im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mindestens fünf Badegäste durch Bisse verletzt hatte, landet auf den Tellern eines Restaurants im selben Landkreis – beim Restaurant „Zum Goldenen Lamm“ in Treuchtlingen.
Aus dem etwa 90 Kilogramm schweren Fisch sollen zwischen 100 und 120 Portionen werden, serviert mit Sommergemüse und Kräuterkartoffeln. Manche Gäste kamen extra, um ein Stück vom schlagzeilenträchtigen Wels zu essen. Der Wirt hat den Fisch gekauft, ohne Kopf und ausgenommen. Darüber berichtet die FAZ.
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Ein Polizist hatte auf das Tier geschossen, nachdem es Badegäste verletzt hatte. Danach soll der Wels von Anglern erlegt worden sein. Die Tierschutzorganisation PETA will Strafanzeige stellen. „Wir sind schockiert vom Vorgehen der zuständigen Polizei und der Angler, die ganz offenbar für den extrem schmerzhaften, langsamen und vor allem auch unnötigen und gesetzeswidrigen Tod des Welses verantwortlich sind“, teilte die Organisation mit.
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Die Nachricht machte bundesweit die Runde. Nicht wenige fragten sich: Musste der Waller dafür gleich sterben? Den Strand zu sperren, statt den Wels zu töten, hätte aus Sicht der Einsatzkräfte nicht ausgereicht. Wegen eines Musikfestivals sei eine lückenlose Überwachung nicht möglich gewesen, weil Feiernde oft auch nachts ins Wasser gingen, begründete ein Polizeisprecher.
Den Wirt, der den Waller nun serviert, scheint die Aufregung nicht groß zu jucken. Dem Polizisten, der auf das Tier geschossen hatte, habe er „eine Portion Wels aufs Haus“ versprochen.