Hohenfelser Markträte investieren 35000 Euro in die Friedhofssanierung

Von Jürgen Schlegel · 25. Juni 2025 um 19:00

Zentrales Thema der Marktratssitzung in Hohenfels war die notwendige Sanierung des Platzes vor der Aussegnungshalle im Friedhof. Hierzu fand vor der Sitzung ein Ortstermin statt, bei dem Roland Lehner vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Parsberg drei Varianten vorstellte.

Die kleine Lösung sieht nur die Sanierung vor, die mittlere den Bau einer Rampe, um die Aussegnungshalle bequem mit Rollstuhl und Rollator erreichen zu können, und die große eine Geländeanhebung mit kompletter Erneuerung der Zufahrt zur Aussegnungshalle und Anpassung der vorhandenen Stützwände.

Bürgermeister Christian Graf wies daraufhin, dass die gesamte Friedhofsanlage nicht barrierefrei sei und auch nicht entsprechend umgestaltet werden könne. Zudem sinke die Zahl der Erdbestattungen tendenziell, 2024 beispielsweise wären es sechs gewesen.

Hohenfelser wollen keine großen Veränderungen

Auch müssten die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen auf die Grabbenutzer umgelegt werden. Aufgrund der Zunahme von Urnenbestattungen in Familiengräbern und dem vermehrten Wunsch zur Umwidmung von Doppelgräbern zu Einzelgrabstätten sei bereits jetzt keine Kostendeckung mehr gegeben. Allein aus diesem Grund sei eine Anpassung der Gebühren für die Grabnutzung notwendig.

Marktrat Albert Vogl sagte, dass der Friedhofsbereich eine sensible Angelegenheit sei. Die Bevölkerung wolle keine großen Veränderungen. Vor ungefähr 30 Jahren seien größere Umgestaltungen angedacht gewesen, unter anderem eine Erweiterung, zum Glück habe man sie nicht durchgeführt. Mittlerweile seien einige Gräber leer, die Kosten müssten die übrigen mittragen.

Aufgrund der geschätzten Kosten von 145 000 Euro (Brutto) für die große und 80 000 Euro für die mittlere Lösung schieden diese zügig aus der Diskussion aus. Die kleine Lösung werde rund 35 000 Euro kosten, und der derzeitige Zustand bleibe weitgehend erhalten, denn die neue Treppenanlage werde angeglichen.

Bürgermeister Graf betonte, diese Lösung sei am schnellsten hinzubekommen. Die Verwaltung wurde angesichts der Sommerpause einstimmig beauftragt, nicht nur Angebote einzuholen, sondern auch die Vergabe durchzuführen. Zudem soll im Eingangsbereich vor dem Tor auf der talseitigen Seite ein Handlauf montiert werden, damit sich die Friedhofsbesucher daran anhalten können.

In der Gemarkung Raitenbuch wurde der Auftrag auf Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle, 20 mal zehn Meter groß, einstimmig befürwortet, ebenso wie der Neubau einer Lagerhalle, 14 mal elf Meter groß in der Gemarkung Markstetten (Ammelacker).

Mit den Arbeiten an der Filialkirche in Granswang soll, wie Graf auf Nachfrage erklärte, noch in diesem Monat begonnen werden. Die Gerüstarbeiten seien an die Firma Seitz aus Pilsach und die Zimmererarbeiten an die Zimmerei Lange aus Freystadt vergeben worden.

Abstimmung mit US-Armee in Hohenfels

Auf Nachfrage von Albert Vogl bestätigte Bürgermeister Graf, dass angesichts der 75-jährigen Präsenz der US-Armee auf dem Truppenübungsplatz im kommenden Jahr Veranstaltungen geplant seien. Man befinde sich allerdings erst im Anfangsstadium, vor allem aber müsste eine Abstimmung mit den Amerikanern erfolgen.