Café-Traum ging fast in Flammen auf: Nittendorfer Unternehmer spricht über Brand – und zwei Helden

Ein Funke reicht und alles ist anders: Das musste der Nittendorfer Bernhard Neuhoff im Landkreis Regensburg am Dienstag schmerzlich feststellen. Auf einem Anwesen des bekannten Bäckers brannte es plötzlich – dort sollte eigentlich ein Café entstehen. Durch den Brand ändern sich die Pläne nun. Neuhoff will jetzt nach vorne blicken – und dankt den beiden Rettern in der Not.
Kurzer Rückblick: Am Dienstagmittag stand ein Anbau an dem alten Bauernhaus in Flammen. Noch bevor rund 75 Feuerwehrler vor Ort waren, löschten Mitarbeiter der Entsorgungsfirma Pöppel aus Kelheim das Feuer. Die Männer waren zufällig vor Ort – und verhinderten mit ihrem beherzten Eingreifen, dass das Feuer auf das frisch sanierte Bauernhaus übergriff. Ohne die beiden Männer wäre alles noch viel schlimmer gekommen, sagt Neuhoff. „So sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.“ Auch den Feuerwehrkräften will Neuhoff von Herzen danken. „Es ist unglaublich, wie professionell das inzwischen abläuft.“
Auch wenn alles einigermaßen glimpflich ausging: Der Brand wird Folgen haben. Neuhoff wollte eigentlich auf dem Anwesen noch diesen Sommer ein Tagescafé eröffnen. Daraus wird wohl nichts, sagt er. „Ich befürchte, dass mich das Feuer um vier bis sechs Wochen zurückwirft.“ Dabei stecken viele Jahre Arbeit in dem Anwesen. 2016 hat Neuhoff es erworben. „Es ist über 200 Jahre alt – manche Teile sogar noch älter.“ Das Bauernhaus selbst hat den Brand einigermaßen gut überstanden. „Eine Fensterscheibe ist zu Bruch gegangen“, sagt Neuhoff.
Vor 100 Jahren brannte es schon einmal
Dass das Gebäude noch steht, ist den Arbeitern der Entsorgungsfirma Pöppel zu verdanken, da ist sich Neuhoff sicher. Das Haus mit der Nummer 13 hat schon einmal gebrannt. Vor fast 100 Jahren. Dem Aberglauben will sich Neuhoff allerdings nicht hingeben. „Dafür hat mir das Haus zu viel gegeben.“ Er erinnert sich an einen spektakulären Münzenfund unter den Dielen, uralte Zeitungsartikel und Hinterlassenschaften von italienischen Arbeitern, die die Bahnstrecke nach Nürnberg gebaut haben. 7000 Stunden Arbeit haben er und seine Frau in das Anwesen gesteckt. Aufgrund des Brandes werden es wohl noch ein paar mehr.
„Es ist schon ein Schlag“, gibt Neuhoff unumwunden zu. „Aber es muss weitergehen.“ Aufgeben will er nicht. „Dieses Haus hat mir so viel Freude bereitet.“ Mit seinem Café wollte Neuhoff die Freude schon bald weitergeben – dann änderte ein Funke alles.