Stadtkirche Burglengenfeld im Fernsehen: Mehr als 200.000 Menschen in Bayern erreicht

Die Vorbereitungsarbeiten für die Übertragung der Fronleichnamsfeierlichkeiten 2025 der Katholischen Stadtkirche Burglengenfeld (Landkreis Schwandorf) in der ARD haben vor etwa einem halben Jahr begonnen, seit etwa einem viertel Jahr wurden sie intensiviert. Nachdem die Live-Sendung vorbei war, atmeten alle Beteiligten auf und freuten sich, dass die Sendung so großartig gelaufen war.
Fronleichnam feierte die Stadtkirche Burglengenfeld diesmal anders als sonst. Mehrere Straßen waren abgesperrt, Parkplätze im Innenstadtbereich konnten nicht genutzt werden. Grund für diese Maßnahmen war, dass der Bayerische Rundfunk für die ARD den Gottesdienst aus St. Vitus und die anschließende Prozession live übertrug. 18 Mitarbeiter des BR waren für die drei im Kirchenschiff aufgestellten Kameras sowie Ton und Licht zuständig. Wie der BR auf Nachfrage mitteilte, verfolgten in Bayern 0,237 Millionen Menschen die Übertragung. Dies mache einen Marktanteil von 22,1 Prozent aus.
Viele Kirchgänger wollten sich die besondere Feierlichkeit nicht entgehen lassen. Bereits eine Viertelstunde vor Beginn war das Gotteshaus voll besetzt. Mit Fahnenabordnungen waren 14 Vereine und Organisationen in die von Astrid Theml prunkvoll geschmückte Kirche gekommen.
Prozession war gelungen
Nachdem Pfarrer Michael Hirmer und Monsignore Erwin Albrecht den Kirchenbesuchern die Verhaltensregeln während des Gottesdienstes erläutert hatten, begann um Punkt 10 Uhr der Gottesdienst, für den inklusive der Prozession genau eine Stunde veranschlagt war. Zu dem Lied „Lobe den Herren“ zogen Pfarrer Michael Hirmer als Zelebrant, Konzelebrant Pfarrer Thomas Senft, Pfarrvikar Sujan Kumar, Kaplan Suresh Babu, Gemeindereferentin Bernadette Biller, Pastoralreferent Konrad Kraus und etwa 20 Ministranten in die Kirche ein.
Nach der von Steffi Paul vorgetragenen Lesung und dem von Pfarrer Thomas Senft gelesenen Evangelium setzte sich Pfarrer Hirmer in der Predigt mit dem Satz „Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel“, der dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben wird, auseinander. Musikalisch wurde der Festgottesdienst umrahmt von Gospel- und Kirchenchor unter der Leitung von Kirchenmusiker Hubert Zaindl und dem symphonischen Blasorchester St. Vitus.
Nach dem Schlusssegen zogen die Kirchenbesucher in einer festgelegten Ordnung aus der Kirche aus. Sie folgten in einer Prozession dem von Alexander Theml, Harald Sippl, Simon Weiherer und Josef Werner getragenen Himmel mit dem Allerheiligsten durch die Robert-Koch-Straße, vorbei an festlich geschmückten Häusern, zum Altar auf dem Unteren Marktplatz beim Georgs-Brunnen. Dieser vom Bauhof der Stadt errichtete und von Ines Fischer von der gleichnamigen Gärtnerei geschmückte Altar fand bei den Prozessionsteilnehmern höchste Bewunderung. Auch die Bilder vom Marktplatz wurden durch zwei Kameras eingefangen. Pünktlich um 11 Uhr endete die Übertragung mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Bei weißblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein sangen die Gläubigen, begleitet vom Blasorchester St. Vitus, zum Abschluss noch die Bayern-Hymne.

BR-Redakteurin Elisabeth Möst bezeichnete den Festgottesdienst und die Prozession als absolut gelungen, weil der Pfarrer, die Pfarrgemeinde, die Vereine und die Musik sich bestens präsentiert und an einem Strang gezogen hätten. Die Herausforderung sei das enge Zeitkorsett von genau 60 Minuten gewesen, sie sei perfekt gemeistert worden. Die Erfahrung Pfarrer Hirmers mit der Übertragung von Gottesdiensten habe sich positiv bemerkbar gemacht.
Wenn man das gesehen hat, macht es Freude, Christ zu sein.
Monsignore Erwin Albrecht, ARD/BR-Senderbeauftragter der Bayerischen Bischöfe
Regisseurin Elisabeth Malzer erklärte, dass es aufgrund der gründlichen Vorbereitungen keinerlei Probleme bei der Übertragung gegeben habe. Sie stellte besonders die musikalische Leistung von Hubert Zaindl heraus und zeigte sich angetan von der Mischung aus Volksgesang und moderner Musik.
Viele helfende Hände
Pfarrer Hirmer war stolz, dass die Fronleichnamsfeier aus St. Vitus nicht nur im Fernsehen zu sehen, sondern auch im Radio zu hören war. Er führte das Gelingen der Veranstaltung auf das harmonische Zusammenwirken aller Beteiligten zurück. Sein spezieller Dank galt der Stadtverwaltung für die gute Kooperation, dem städtischen Bauhof für die Errichtung der Altarinsel am Marktplatz, dem Frauenbund für das Catering, der Mesnerin und den Frauen aus Pottenstetten für den Blumenteppich in der Kirche, den Ministranten und Adolf Huttner mit dem symphonischen Blasorchester St. Vitus.

Der ARD/BR-Senderbeauftragte der Bayerischen Bischöfe, Monsignore Erwin Albrecht, zog ebenfalls eine überaus positive Bilanz. Besonders beeindruckt war er von der gelassenen und heiteren Stimmung, die allgemein zu spüren gewesen sei. Wörtlich sagte er: „Wenn man das gesehen hat, macht es Freude, Christ zu sein.“