Ein „unvergleichliches und harmonisches Pfingstvolksfest“ ist zu Ende

Montagnachmittag, langsam aber sicher kommen die ersten Besucher ins Festzelt. Es ist der letzte von zehn Tagen Pfingstvolksfest, zum Abschluss spielt schon traditionell die Kapelle Josef Menzl. Rund drei Dutzend Bedingungen laufen durch das Zelt mit seinen 2000 Plätzen und den Biergarten mit rund 1000 Sitzplätzen. Die Gigerl in der Festküche warten auf die letzten Gäste der Festwoche – und mittendrin ein gut gelaunter Festwirt Matthias Strauß von der Dimpflbrauerei aus Furth im Wald, die im zehnten Jahr das Bier für das Fest liefert.
Abzüglich zweier Pandemie-Jahre ist es dieses Jahr also das neunte Pfingstvolksfest, bei dem die Stadt auf die Dimpflbrauerei gesetzt hat – und im übrigen auch die Firma Rädlinger, die am Freitag vor der offiziellen Eröffnung bereits mit 3000 Gästen auf der Festwiese ihr Sommerfest gefeiert hatte.
Betrieb braucht 80 Helfer
„Jedes Jahr hat so seine Herausforderung“, sagen Matthias Strauß und seine Frau Martina. Schließlich sei die Brauerei ein kleiner Betrieb, der außer ihnen beiden und Sohn Michael an der Schänke keine weiteren Helfer beim Volksfest aufbieten könnte.
Dass es auch dieses Jahr ein harmonisches Fest ohne Zwischenfälle im Zelt geworden ist, das sei darum das Verdienst von ganz vielen Helfern im und um das Zelt: 55 Menschen seien alleine für den Service und die Sauberkeit zuständig, weitere 20 für das Essen in der Festküche – und dann noch täglich sechs bis acht Mitarbeiter im Sicherheitsdienst. Wobei letztere zumindest in keinen schwereren Fällen dieses Jahr hätten eingreifen müssen, wie Strauß sagt. „Ich habe schon sehr viele Feste gemacht, aber nichts ist mit Bad Kötzting zu vergleichen“, resümiert der Festwirt zum Ende seines neunten Pfingstvolksfestes. Das betreffe nicht nur die Zusammenarbeit mit der Stadt oder auch der Polizei, sondern auch die Besucher. So sei das Fest der Bad Kötztinger auch „wetterfest“. Wenn an einem Tag, wie dieses Jahr etwa am ersten Festsonntag, Gäste mit Blick auf Wetterkapriolen ausblieben, dann kämen sie eben an einem anderen Tag: „Am Pfingstmontag zum Beispiel, da war das Zelt dreimal voll“, freut sich Strauß. Eine Erfahrung, die er über die gesamten zehn Jahren immer wieder gemacht hätte.
Unvergleichliches Fest
„„Das Pfingstfest, das lässt sich eben niemand nehmen, und das ist in der Form einzigartig.“ Besonders erwähnenswert findet es Matthias Strauß, dass selbst in diesem Jahr, in dem in der Umgebung zeitlich etliche andere große Feste gewesen seien, im Umsatz keine Einbußen zu verzeichnen waren. Bewährt habe sich übrigens auch die in diesem Jahr neu eingeführte zusätzliche Box, die auch belegt gewesen sei, wenn sonst kurz Flaute geherrscht habe – und vom Einzug am ersten Festsamstag schwärmen er und seine Frau auch zum Ende des Festes immer noch.

Das eigentliche „Zehnjährige“ als Festwirt nimmt die Familie Strauß im August übrigens zum Anlass, um sich auch bei den Mitarbeitern im Festzelt zu bedanken. Dann werden alle in den renovierten Gewölbekeller der Brauerei eingeladen, kündigen Martina und Matthias Strauß an. „Das sind die wichtigsten Leute für ein schönes Fest, die sorgen dafür, dass auch die Gäste zufrieden sind“, sagen sie.
