CSD-Parade abgesagt: Selbstaufgabe ist keine Option

Von Christian Eckl · 16. Juni 2025 um 15:38

Der Veranstalter des CSDs sagt den Umzug durch Regensburgs Innenstadt wegen abstrakter Bedrohungslage ab. Ein Kommentar dazu, was das bedeutet.

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Ja, die Welt ist eine andere geworden. Täglich erschüttern Meldungen von Messerattacken das Land. Im Nachbarland ermordet ein Amokläufer zehn Menschen und sich selbst. Weil ein Umzug wie die Parade des CSD mit menschlichen Kräften nicht absolut sicher zu schützen ist, hat der Veranstalter nun die Reißleine gezogen. Doch man fragt sich: Wo führt das noch hin? Geben wir künftig auch Dulten auf? Weihnachtsmärkte sind ohnehin zu Festungen geworden. Betonpoller sind die Regel.

Hier geht es zum Bericht: Aus Sicherheitsgründen: CSD-Parade durch Regensburger Altstadt abgesagt

Wer nun noch behauptet, die illegale Migration habe die Sicherheitslage im Land nicht verändert, dem ist nicht zu helfen. Doch die Bedrohung kommt auch von Rechtsextremen. Minderheiten sind in unserem Land nicht mehr sicher. Eigentlich leben wir in der offensten Gesellschaft der Welt. Doch wer als Mann Händchen haltend mit seinem Partner durch Regensburg läuft, der bekommt zwischenzeitlich nicht mehr nur freundliche Blicke zugeworfen.

Während die Linken die Bedrohung der Zuwanderung weggeleugnet haben, sind es die Konservativen, die durch ihr Anti-Genderstern-Gezeter Homophobie wieder hoffähig gemacht haben. Dabei dürfen wir eines nicht: Unsere Freiheit aufgeben, weil unsere Gesellschaft rauer wird. Insofern ist die Absage der Parade aus Sicht des Veranstalters verständlich – für Regensburg ist sie ein Debakel.