Gefährliche Strecke für Radfahrer – So sorgt die Stadt Parsberg für mehr Verkehrssicherheit

Seit dem 4. Juni laufen die Bauarbeiten für einen neuen Geh- und Radweg entlang der Lindlbergstraße. Dieses Projekt soll nicht nur das Neubaugebiet Lindlberg besser an das bestehende Verkehrsnetz anbinden, es hat auch große Bedeutung für den Ortsteil Willenhofen und das zu Seubersdorf gehörende Daßwang.
Hintergrund: Schon jetzt gibt es einen gut ausgebauten Geh- und Radweg entlang der ehemaligen B8 zwischen Regensburg und Nürnberg – heute Staatsstraße 2260. Dort wurde im Juni 2024 mit dem Radweg entlang der Ortsumgehung Hemau die letzte Lücke zwischen Willenhofen und Deuerling geschlossen.
So bekommen Radler aus dem Landkreis Neumarkt problemlos Anschluss an den Radweg im Tal der Schwarzen Laber, der von Deuerling geradewegs nach Regensburg führt.
Durchgängige Radweg-Verbindung nach Regensburg geschaffen
Schwieriger ist die Radfahrt dagegen von der ehemaligen Bundesstraße ins Zentrum nach Parsberg. Hier zweigt am Kreisverkehr der Staatsstraße 2260 mit der Staatsstraße 2234, die durch Parsberg führt, ein Radweg ab. Der mündet dann aber an der Straße „Am Vogelherd“ in die stark befahrene Lindlbergstraße.
Hier hatte die Stadt Parsberg nach Auskunft von Bürgermeister Josef Bauer schon lange eine sehr unsichere Situation ausgemacht. Bereits im Juni 2022 teilte die Stadtverwaltung mit, dass der Grunderwerb für die Anbindung des Baugebiets „Lindlberg“ getätigt worden sei. Aktuell laufe die Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt, um den Geh- und Radweg zusammen mit der Sanierung der Staatsstraße zu verwirklichen.
„Vom Staatlichen Bauamt wurden wir in der Folge Jahr für Jahr vertröstet. Deswegen haben wir uns entschlossen, das Projekt auf eigene Faust zu verwirklichen“, berichtet Bauer. Ein weiterer Grund, dass es bis zum Baubeginn rund drei Jahre dauerte, lag auch daran, dass die Stadt drei Mal ausschreiben musste, um eine Firma zu finden, die ein Angebot für die Bauarbeiten abgab.
Neuer Radweg: Mehrere Monate Baustelle
Deshalb freute sich Bauer über den nun erfolgten Baustart. „Das ist für Radfahrer, vor allem für Kinder, eine große Gefahrenstelle“, sagt er. Über den neuen Geh- und Radweg werde nun die Lücke bis zur Dr.-Nardini-Straße geschlossen. Über diese könnten Radler direkt in die Stadtmitte fahren. So entstehe eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. „Gleichzeitig fördern wir die umweltfreundliche Mobilität in unserer Stadt“, sagte Bauer.
Der neue Geh- und Radweg soll etwa zwei Meter breit werden und auf der südlichen Straßenseite verlaufen. Die Bauzeit werde sich über mehrere Monate erstrecken. In dieser Zeit werde nicht nur der Weg selbst gebaut, sondern auch eine Straßenbeleuchtung installiert. Während der Bauphase kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen kommen. Eine mobile Ampelanlage regelt den Verkehr.
Die Baukosten für das Projekt belaufen sich laut Stadtverwaltung auf rund 650 000 Euro. Ein großer Teil der Finanzierung erfolge über eine Fördermaßnahme der Regierung der Oberpfalz, die damit gezielt die nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum unterstütze. Den Auftrag für die Bauausführung hat die Stadt an die Hess Tiefbau GmbH aus Kochenthal (Stadt Hemau) vergeben.