Nachfrage nach Plätzen ist groß: Rodings Friedhof soll eine Urnenwand bekommen

Von Oliver Hausladen · 6. Juni 2025 um 17:00

Die Nachfrage nach Urnengräbern auf dem Rodinger Friedhof (Landkreis Cham)ist weiter groß. Seit vergangenem Jahr sind keine Plätze mehr in den bisher aufgestellten Stelen vorhanden, erläuterte Sachgebietsleiter Josef Köppl in der Sitzung des städtischen Bau- und Umweltausschusses am Donnerstagabend.

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Um Abhilfe zu schaffen, soll eine Mauer abgetragen und an dieser Stelle eine Urnenwand mit 56 Plätzen geschaffen werden. „Es kommen immer wieder Anfragen, aber wir haben derzeit keine Urnenplätze zur Verfügung“, sagte Köppl. Bürgermeisterin Alexandra Riedl bestätigte die große Nachfrage nach dieser Bestattungsform. Handlungsbedarf sei daher gegeben.

Da sonst kein ausreichender Platz mehr auf dem Friedhof vorhanden ist, sei er auf die Idee gekommen, eine etwa 20 Meter lange Mauer, die ohnehin in die Jahre gekommen sei und nicht gebraucht werde, abtragen zu lassen und stattdessen dort eine Urnenwand aus Granit zu errichten, berichtete Köppl: „So könnten wir Platz sparen und eine größere Anzahl an Urnenplätzen anbieten.“

Kosten liegen bei 79.000 Euro

Die Firma Hofinger hat mehrere Entwürfe angefertigt, die Köppl in der Sitzung den Gremiumsmitgliedern zeigte. Letztlich fiel die Wahl auf eine Variante, die optisch den bisher bestehenden Stelen sehr ähnelt und damit ein einheitliches Bild auf dem Friedhof abgeben würde. Sie bietet 56 Plätze. Die Kostenschätzung liegt bei 79.000 Euro und liegt damit in etwa in dem Rahmen, der im städtischen Haushalt eingeplant ist (75.000 Euro).

Die Ausschussmitglieder äußerten Zustimmung zum Vorhaben und beauftragten die Firma Hofinger, detailliertere Planungen anzufertigen. Unter anderem wurde angeregt, entsprechende Abstellmöglichkeiten mit einzuplanen. Optisch sollte die Urnenwand so schlicht wie möglich gehalten werden, aber aufgelockert wirken und keine geschlossene Einheit darstellen, waren sich die Gremiumsmitglieder einig.

Kein neuer Zebrastreifen

Vor der eigentlichen Sitzung im Rathaus war der Bauausschuss schon bei Ortseinsichten unterwegs. Von einem Bürger angeregt worden war, den Fußgängerüberweg in der Adoph-Kolping-Straße in Richtung Dreifachturnhalle zu verlegen, da an dieser Stelle die meisten Querungen für Kindergarten sowie Grund- und Mittelschule stattfinden würden. Eine Verlegung sei aber nicht ratsam, da der Überweg im Kreuzungsbereich absolut sinnvoll und auch wichtig sei, sagte Köppl.

Ein zweiter Überweg im Bereich der Dreifachturnhalle sei zwar wünschenswert, aber wegen des vorhandenen Platzes und auch aus baulichen Gründen nicht umsetzbar, so der Abteilungsleiter. Zudem solle der Verkehr in einem Bereich, in dem es ohnehin schon oft Stauungen gibt, nicht noch weiter eingeschränkt werden. Richard Seidl war der gleichen Ansicht, die Sicherheit in diesem Bereich sei vorhanden. Auf 200 Meter Straße drei Zebrastreifen anzubringen sei nicht zielführend, meinte auch Bürgermeisterin Riedl. So entschied das Gremium einstimmig, an der bestehenden Regelung nichts zu verändern.

Ebenfalls in der Adolph-Kolping-Straße wurde ein Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr angeregt, da es durch die beengte Kurvensituation im Einmündungsbereich zur Falkensteiner Straße und im weiteren Verlauf in Richtung Dreifachturnhalle zu gefährlichen Situationen komme.

Durchfahrtsverbot kommt nicht

Um den Schwerlastverkehr darauf hinzuweisen, dass die Adolph-Kolping-Straße nicht befahren werden sollte, wurden vor einigen Jahren „positive Hinweisschilder“ angebracht, erläuterte Köppl. Eine Sperrung sieht er als nicht sinnvoll an, da die Zufahrt in die Max-Reger-Straße erhalten bleiben müsse sowie Busse und Anlieger ohnehin fahren dürften. Nur sehr selten seien zudem Lastwagen in der Straße zu sehen, merkte Seidl an. Deshalb beschlossen die Gremiumsmitglieder, kein Durchfahrtsverbot zu erlassen.

Vom Caritas-Seniorenheim angeregt wurde die Absenkung von Bordsteinen in Eichen-, Tulpen- und Rosenweg sowie in der Lindenstraße, um Rollstuhlfahrern und Menschen, die mit Rollatoren unterwegs sind, die Nutzung der Gehwege zu ermöglichen. An vier Stellen soll dies passieren, entschieden die Bauausschuss-Mitglieder nach einer Ortseinsicht.

Bauausschuss in Kürze

Stellplatzordnung: Philipp Demel stellte dem Gremium die überarbeitete Fassung der Stellplatzordnung der Stadt vor. Diese wurde dem Stadtrat zur Genehmigung empfohlen.

Spielplatzsatzung: Die geänderte Spielplatzsatzung war ebenfalls Thema. Demel erläuterte die Änderungen, allerdings entwickelte sich eine Grundsatzdiskussion, ob die Satzung nötig ist. „Die Kosten werden nur bei der Miete aufgeschlagen“, sagte etwa Rainer Schwarzfischer. Bürgermeisterin Alexandra Riedl dagegen betonte, dass den Gemeinden ausdrücklich empfohlen worden sei, entsprechende Satzungen aufzustellen. Entscheiden muss letztlich der Stadtrat.

Großbatterie-Speicheranlage neben Umspannwerk in Wetterfeld: Einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde der Bauvoranfrage zur Errichtung einer Großbatterie-Speicheranlage neben dem Umspannwerk im Ortsteil Wetterfeld. Es sei nur zu begrüßen, wenn sich solche Zukunftstechnologien im Stadtgebiet ansiedeln würden, waren sich Bürgermeisterin Riedl und Reinhard Kerscher einig.