Grünes Licht für Bauplan: Neue Notaufnahme und Tagesklinik am Klinikum Neumarkt

Von Petra Schlierf · 3. Juni 2025 um 11:00

Eine neue, erweiterte Notaufnahme, eine Tagesklinik für die Schmerztherapie und ein Herzkatheterlabor – das alles und einiges mehr soll in den kommenden Jahren am Klinikum Neumarkt entstehen. Das ist genau geplant.

Der Bausenat des Neumarkter Stadtrats legt den Plänen keine Steine in den Weg und hat dem Landkreis jetzt einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Schon jetzt wird am Krankenhaus gebaut, doch das sind noch nicht die Vorboten dessen, was dort laut Ausschreibung voraussichtlich bis 2028 entstehen soll. Mit einer Nutzfläche von rund 12 550 Quadratmetern sollen im Rahmen dieses Bauabschnitts gleich mehrere zentrale Bausteine der künftigen Patientenversorgung geschaffen werden. Dazu zählt unter anderem der Neubau einer erweiterten Notaufnahme.

Im Nordosten des Krankenhaus-Areals wird die Technikzentrale mit einem Versorgungskanal erweitert. Dieser soll dann den Neubau versorgen, der im Westen entsteht. Damit dort genug Platz ist, soll das Vinzenz-von-Paul-Haus abgerissen werden.

Modernes Katheterlabor

Der Neubau bekommt ein neue Zufahrt für Menschen, die nur liegend transportiert werden können, sowie einen Nachtzugang. Im Inneren sollen Behandlungsräume entstehen. Im ersten Stock werden sich Behandlungsräume für die Innere Medizin sowie ein Herzkatheterlabor mit modernen Linksherzkatheter-Messplätzen befinden. Mit diesem können Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser erkannt und behandelt werden.

Im zweiten Stockwerk des neuen Gebäudes entsteht Platz für die Physio- und Schmerztherapie in Form einer Tagesklinik. Diese richtet sich vor allem an Patienten, die einer intensiveren Behandlung bedürfen, dafür aber keine stationäre Aufnahme benötigen. Insgesamt kommen die drei Stockwerke auf knapp 13 Meter Höhe. Auch ein Keller ist geplant, in dem Lager- und Technikräume untergebracht werden. Veronika Christoph vom Bauordnungsamt meinte, dass dies zwar hoch sei, sich aber deutlich dem höchsten Bauteil mit dem Hubschrauber-Ladeplatz unterordne.

Bau soll noch in diesem Jahr starten

Für das Gesamtprojekt der geplanten Klinikerweiterung sei nach Angaben des Klinikums keine verlässliche Angabe von Gesamtkosten möglich. Dies hänge noch von vielen verschiedenen Faktoren ab. Für den zweiten Bauabschnitt, den der Bausenat behandelt hat, rechne man mit Baukosten von knapp 70 Millionen Euro inklusive medizinischer Ausstattung. Der Freistaat Bayern unterstützt das Vorhaben im Rahmen des Jahreskrankenhausbauprogramms 2027 mit rund 58,5 Millionen Euro.

Der Baubeginn sei im Herbst diesen Jahres angestrebt. Bis dahin benötige das Klinikum aber noch die Fachliche Billigung der Bezirksregierung.