Bis zum Schluss ein volles Zelt - Neunburger feierten friedliche Wies'n

Das Motto der Wies'n 2025 „von Neunburgern für Neunburg“ ist aufgegangen. Die Rückschau auf die vergangenen fünf Tage erlaubt eine positive Bilanz, wie sie schon lange nicht mehr gezogen werden konnte. Diesmal hat offensichtlich alles gepasst. Selbst gelegentliche Regenschauer hielt das Publikum nicht von einem Besuch im Stadtpark ab.
Festwirt Matthias Meier hatte sichtbar ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung des Programms, das selbst am Sonntagabend noch ein volles Haus bescherte. Das war letztendlich dem Auftritt einer der beliebtesten Wiesenkapellen Bayerns geschuldet. Der Kapelle Josef Menzl eilte ein Ruf voraus, der sogar Besucher aller Altersgruppen weit über den Grenzen des Landkreises hinaus anlockte.
Partykracher fehlten nicht
Im Zelt herrschte traditionelle Volksfeststimmung, ohne dass auf die Partykracher komplett verzichtet werden musste. „Für jeden Festwirt ist der letzte Tag immer eine Herausforderung mit vielen Unwägbarkeiten. Heuer war das für uns ein echter Traum“, sagte Matthias Meier auf Nachfrage. Dies sei noch einmal ein großes Highlight, in jeder Beziehung gewesen. „Wir blicken voller Zufriedenheit auf volle Tag zurück“, zog Meier eine erste Bilanz.

Feiertage, wie der Himmelfahrtstag, seien immer schwer kalkulierbar. Das es diesmal aber insgesamt so gut gelaufen sei, das sei den Zusammenspiel aller Beteiligter zu verdanken. Dazu gehörten, neben dem Programm, auch die Bedienungen, die Festküche und die Schausteller. All die „Zahnrädchen“ hätten hier einfach sauber ineinander gegriffen, meinte er. Einige Erfahrungen aus der Wies'n vom letzten Jahr seien mit eingeflossen. Manches sei anders angegangen worden.

Schon bereit für 2026
In der noch ausstehenden Nachbesprechung mit der Stadt, gäbe es sicher noch die eine oder andere Erörterung zu den Rahmenbedingungen. Grundsätzlich sehe er bei dem bis jetzt vorliegenden Ergebnis aber schon „einen Trend, dass es 2026 eine weitere Auflage der Neunburger Wies'n mit uns als Festwirte geben wird“, ergänzte Meier. Er sei froh gewesen, als sich gezeigt habe, dass alles gut läuft. „Aber wenn es rum ist, freut man sich auf etwas Erholung, weil das Ganze nun mal extrem anstrengend ist“, sagte er. In sein Lob schloss er unter anderem die Feuerwehr mit ein, die den Weißbierstand, der heuer besonders begehrt war, fest im Griff hatte.

„Matthias ist Mitglied bei uns und deshalb haben wir ihn gern unterstützt und an den fünf Tagen unser Bestes gegeben“ betonte Vorstand Thomas Zimmermann. Pro Schicht seien zehn Mitglieder „im Einsatz“ gewesen. Die Alarm- und Einsatzbereitschaft sei dadurch aber in keiner Weise beeinträchtigt gewesen.
Den Barbetrieb hat der Festspielverein mit einigen Mitgliedern unterstützt. „Das war eine schöne Zeit, mit einem zahlreichen und angenehmen Publikum“, bilanzierte Vorstand Matthias Eckl-Binder. Es habe keinerlei Ausfälle gegeben.

Das es, trotz des großen Ansturmes, insgesamt eine sprichwörtlich „friedliche Wies'n war“, vermittelte Markus Schmitt, Leiter der Polizeiinspektion Neunburg. Es seien keine Einsätze oder Maßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Fest zu verzeichnen gewesen.
Wenig zu tun hatten daher auch die Helfer der Rot-Kreuz-Bereitschaft Neunburg. „Rund zwanzig Mal mussten wir erste Hilfe leisten, aber nichts dramatisches, maximal eine kleine Schnittverletzung“, sagte Bereitschaftsleiter Patrick Wolf. Seine Mannschaft sei täglich mit vier Helfern vor Ort gewesen. Bürgermeister Martin Birner (CSU) bezeichnete die Wies'n 2025 als „unvergessliches Fest“. Es habe fünf Tage Lebensfreude, bei zünftiger Musik und bester Stimmung bedeutet. „Das war pure bayerische Gemütlichkeit“, betonte er. Er sei sehr dankbar, dass die Bevölkerung das Angebot der Festwirtsfamilie so gut angenommen habe und sprach ebenfalls allen beteiligten Helfern und Unterstützern seinen besonderen Dank aus.
