Grafenauer Bluttat immer tragischer: Nur Stunden davor gab es einen Heiratsantrag

Die Bluttat, die sich um 4.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag in der Elsenthal-Siedlung bei Grafenau (Landkreis Freyung-Grafenau) ereignet hat, beschäftigt viele Menschen in der Region. Recherchen der Mediengruppe Bayern (MGB) fördern neue Fakten zutage, die den tragischen Fall noch tragischer erscheinen lassen.
UPDATE: Das Ergebnis der Obduktion ist da
Der Erstochene hat offenbar wenige Stunden zuvor seiner Lebensgefährtin und späteren mutmaßlichen Täterin auf einer Hochzeit eines Kollegen einen Heiratsantrag gemacht. Das haben ein Kollege des Getöteten und ein bei der Hochzeit Anwesender auf MGB-Anfrage bestätigt. Die Antwort der 25-Jährigen lautete demnach: Ja!
Polizei bestätigt lediglich die Stichverletzung
Das Polizeipräsidium Niederbayern wollte sich am Montag nicht im Detail äußern und bestätigte lediglich, dass die 25-Jährige ihrem 24-jährigen Partner im Laufe eines Streites eine tödliche Stichverletzung am Oberkörper zugefügt hat.
Der von der Staatsanwaltschaft Passau beantragte Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ist bereits erlassen worden. Die Frau wurde am Sonntag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Viele stellen sich viele Fragen zur Tat in Grafenau
Vom wem ging der Streit aus? Warum rastet jemand so aus, dass er zusticht? Diese Fragen stellten sich am Montag viele Grafenauer, die von dem Geschehen erschüttert sind. Ob Alkohol im Spiel war, und wenn ja, in welcher Konzentration und bei wem?
Auch darüber gab es am Montag auf Anfrage der Mediengruppe Bayern vonseiten des Polizeipräsidiums Niederbayern keine Antwort. Die Ermittlungen würden noch andauern, hieß es. Geleitet werden sie von der Kriminalpolizeiinspektion Passau zusammen mit der Staatsanwaltschaft Passau.
Um Mitternacht postete sie noch Pärchen-Fotos
Der Erstochene hatte laut Recherchen der Mediengruppe Bayern seiner Lebensgefährtin wenige Stunden zuvor bei der Hochzeit eines befreundeten Paares noch einen Heiratsantrag gemacht – den die 25-Jährige angenommen hat. Es wird berichtet, dass beide dort Spaß hatten und harmonisch miteinander umgegangen seien.
Lesen Sie hier, wie Zeugen die Tatnacht schilderten: Bluttat nach Hochzeitsbesuch: Frau (25) soll in Grafenau Lebensgefährten (24) tödlich verletzt haben
Zudem soll die 25-Jährige um Mitternacht noch zwei Fotos in einem Messenger-Dienst gepostet haben. Darauf zu sehen: das vermeintlich glückliche Paar.
Arbeitskollegen beschreiben Verhältnis als liebevoll
Arbeitskollegen des Getöteten beschrieben gegenüber der Mediengruppe Bayern das Verhältnis des Paars sogar als liebevoll. Das Opfer sei ein absoluter Familienmensch gewesen sein, hilfsbereit, habe ein sonniges Gemüt gehabt. „Seine Kinder waren alles für ihn“, so ein Kollege. Der 24-Jährige hinterlässt ein Kind mit der mutmaßlichen Täterin und einen Sohn aus einer früheren Beziehung.