Spielmannszug Grenzfähnlein Furth im Wald wird zweimal Deutscher Meister

Von Alexander Frimberger · 1. Juni 2025 um 15:48

Ein riesiger Erfolg und ein gewaltiges Donnerwetter – so lässt sich der Ausflug des Spielmannszugs Grenzfähnlein nach Neu-Ulm zusammenfassen.

Sonntagvormittag: Gerade hat Tobias Späth vom Veranstalter telefonisch erfahren, dass die Siegerpokale vertauscht wurden. Der Grund für das Durcheinander: Vor der Preisverleihung am Samstag, bei der auch die Further Grenzfähnlein hoch dekoriert werden sollten, kam die unheilvolle Durchsage.

Abordnungen der rund 90 teilnehmenden Mannschaften waren schon auf oder auf dem Weg zur Bühne, als ein gewaltiges Unwetter drohte. „Die Blitze haben über uns eingeschlagen“, erinnert sich der Vorsitzende des Further Spielmannszugs. So mussten alle evakuiert werden.

Mit den zwei Deutschen Meisterschaften und den weiteren tollen Platzierungen sind wir sehr, sehr zufrieden.

Tobias Späth, Vorsitzender des Spielmannszugs Grenzfähnlein

Erfolgreicher Wettstreit

„Wir haben Zuflucht in einem Parkhaus gefunden.“ Die Laune haben sich die Musikanten aus der Drachenstadt natürlich nicht verhageln lassen und auch dort ein wenig gefeiert. Später im Bus war die Laune natürlich ebenfalls bestens, ehe man gegen drei Uhr morgens wieder das Ortsschild: Furth im Wald passierte

Ein abruptes und etwas betrübliches Ende eines höchst erfolgreichen Wochenendes. Angetreten waren in der Fanfarenklasse die Junioren und die Senioren. Beide haben sich die Deutsche Meisterschaft gesichert. Für die Junioren freuen sich die Verantwortlichen besonders, ist es doch das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass sie sich die Krone aufsetzen durften. Bisher waren sie nicht über den Titel des Vizemeisters hinausgekommen. Auch die Senioren haben neben dem Titel noch etwas besonderes geschafft. Mit 98 von 100 Punkten haben sie die höchste Punktzahl überhaupt erreicht.

Ein hervorragender zweiter Platz ging an die Jugend in der Kategorie gemischt. Dabei sind alle Instrumente wie Flöte, Trommel und Fanfare auf der Bühne. Um so bemerkenswerter ist das Abschneiden für Späth, weil viele der jungen Leute zum ersten Mal auf einer Bühne gestanden haben. „Da hat sich der Fleiß in den Proben bezahlt gemacht.“ Einen hervorragenden dritten Platz haben die Flöten belegt. Das ist laut Späth bei der großen Konkurrenz vor Ort beachtlich.

Zufriedene Gesichter

„Das ist das beste Ergebnis, das Grenzfähnlein bei Deutschen Meisterschaften erreicht hat.“ Einen weiteren sehr guten dritten Platz gab es für den Gesamtzug in der Königsklasse. Tobias Späth: „Mit den zwei Deutschen Meisterschaften und den weiteren tollen Platzierungen sind wir sehr, sehr zufrieden.“

Auf der Bühne sollte die Siegerehrung stattfinden. Daraus wurde zum Leidwesen aller aber nichts. - Foto: Andreay Roder