Besucherrekord auf dem Zeltplatz: Festival-Feuerwerk beim Be!Openair in Parsberg

Zwei Tage gute Stimmung, tolle Musik, Spaß, Freunde treffen, ratschen, chillen und genießen – Besucher des Be!Openairs in Parsberg wurden in ihren Erwartunge nicht enttäuscht. Sogar ein Besucherrekord wurde geknackt.
Die ursprüngliche Idee der Veranstalter – einer Gruppe Musiker und der kommunalen Jugendarbeit – war es, Jugendlichen im Landkreis nach der Coronazeit wieder Zugang zu Musik und Kultur zu ermöglichen. Am Wochenende fand das Festival bereits zum vierten Mal auf dem Zeltplatz Parsberg statt – dieses Jahr mit Besucherrekord: Über 1000 Gäste kamen.
Chillen, spielen oder Musik hören: Für jeden war was dabei
Während es sich die einen im Campingstuhl gemütlich machten, suchten andere Action beim Fußball- oder Volleyball nebenan. Es gab einen Be! Parcours mit Spielstationen, auch ein Kicker suchte Mitspieler. Die Jugendvereine unterstützten mit Getränken, Gegrilltem, Waffelspezialitäten und Cocktails. Auch Campen war erlaubt – im Schatten der Bäume wurden die Zelte aufgeschlagen.
Auch Bürgermeister Josef Bauer freute sich, dass das Festival wieder in Parsberg stattfand. Er war, wie viele Gäste, begeistert von der Professionalität des Festivalteams, vom Aufbau und der Vielfältigkeit des Programms. Von Moderator Michael Dorner wurde er auf der Bühne scherzhaft als „lokaler Act“ begrüßt. Als Schirmherr lobte Bauer die Bandauswahl. Besonders dankte er Luisa Hofmann, der Trägerin der Kommunalen Jugendarbeit Neumarkt, für ihr großes Engagement.
Keine Umbau-Langeweile
Auf zwei Bühnen standen an beiden Tagen 16 Bands und Musiker vor dem Publikum. Hochprofessionelles Equipment und ein starkes Technikteam sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Während auf der Disco-Stage umgebaut wurde, konnte man die Musik auf der Openair-Stage genießen – und umgekehrt. Die Bands begeisterten durchweg.

Am Freitag eröffnete „kostym“, eine deutschsprachige Indieband aus Regensburg. Sie überzeugte unter anderem mit dem Song „Trabant“. Danach rockten „Imperial Exit“ mit modernem Punk Rock die Bühne. Bereits da wurden die zunächst verhaltenen Tänzer mutiger. Solo begeisterte Paul alias „Between my head and heart“ mit seinem Zusammenspiel aus Verstand und Gefühl.
Die Pop-Punk-Band „Thursday in March“ kam extra aus Frankfurt und auch „My Roue“ mit ihrem Alternative Rock heizten dem Publikum ein. Der Geheimtipp des Abends reiste aus der Schweiz an: Die „Rooftop Sailors“ gelten als vielversprechende Nachwuchsband – und sie enttäuschten nicht. Mit Covers und eigenen Songs rissen sie das Publikum mit.
„Schatz vor der Haustür“
Leadsänger Xandi überzeugte mit witzigen Anekdoten, etwa von einem Date, das mit Schmetterlingen im Bauch begann – die sich später als Magen-Darm-Grippe entpuppten. Da soll noch einer sagen, die Schweizer seien nicht lustig! Den Aftershowact lieferte „Fat like Buddha“ mit elektronischer Musik. Mit genauso tollen Acts ging es am Samstag weiter.

Leider fanden am Nachmittag nicht ganz so viele Zuhörer auf den Platz, was wohl dem heißen Wetter und einem Fußballspiel des TVP geschuldet war. Die Künstler waren dennoch großartig: Den Auftakt machte „Bold“, eine Pop-Rock-Band aus Nürnberg. Danach folgten „Syn“, „Jen Kova“ und „Liebe Grüße“, die zeigten, dass Pop Punk auch auf Deutsch funktioniert. „Ohrange“ erfüllten sich sogar den Traum einer LaOla-Welle – ihre Spielfreude übertrug sich sofort auf das Publikum. Mit „Palacitiy“ und „Peter aus der Mozartstraße“ wurde weitergetanzt, bevor „Marin Beach“ und „NMR“ das Festival stimmungsvoll beendeten.
Ein rundum gelungenes Festival, das die KOJA wieder auf die Beine gestellt hat – nicht nur für Jugendliche, sondern für die ganze Familie und alle Freunde guter Musik. Die vielen Besucher waren begeistert. Beim nächsten Mal dürfen sich auch gerne noch mehr Einheimische blicken lassen – denn das Be!Openair ist ein echter Schatz direkt vor der Haustür.