Die CSU Furth im Wald hat einen neuen ersten Vorsitzenden

Von Alexander Frimberger · 31. Mai 2025 um 11:00

Überraschung am Mittwochabend bei der Ortshauptversammlung der CSU Furth im Wald: Bürgermeister Sandro Bauer verkündete, dass er das Amt des Ortsvorsitzenden an seinen bisherigen Stellvertreter Andreas Roder abgibt.

Zur Begründung sagte Bauer, er halte es auch mit Blick auf die Kommunalwahlen am 8. März 2026 für wichtig und richtig, die beiden Ämter im Wahlkampf zu trennen. Gleichzeitig baute er so möglichen Spekulationen vor: „Bei der anstehenden Nominierungsversammlung im Sommer werde ich mich wieder für das Amt des ersten Bürgermeisters zur Verfügung stellen.“

Er betonte das fraktionsübergreifend gute Miteinander im Stadtrat. Man habe Entscheidungen nicht immer einstimmig getroffen. „Aber das ist bis zu einem gewissen Grad auch gut so.“ Diskussionskultur sei richtig und wichtig. Man habe Entscheidungen mit Weitblick zum Wohle der Bevölkerung getroffen. Die positiven Auswirkungen der Landesgartenschau seien schon spürbar und würden noch stärker werden. Für die Zeit nach der LGS mahnte er, dass zwar einiges rückgebaut werde, vieles aber bleibe. Furth müsse das Gefühl bekommen, „dass das uns gehört und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wird“.

Mit Blick auf die Kommunalwahl forderte er alle Parteien der demokratischen Mitte dazu auf zusammenzustehen. „Es gibt verschiedene Gruppierungen, die vielleicht antreten, da ist es wichtig, die politische Mitte zu vereinen.“

Die komplette Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes Furth im Wald. Andreas Roder ist in den Mittelpunkt gerückt. - Foto: Alexander Frimberger

Der neue Ortsvorsitzende sieht seine primären Aufgaben darin, eine gute CSU-Liste für die Kommunalwahl aufzustellen und die „hervorragende Zusammenarbeit“ im Stadtrat und vor allem mit den Kollegen der CSU-Umland-Fraktion weiter zu intensivieren und zu forcieren. Nach seiner Motivation gefragt, dieses Amt zu übernehmen, sagte Roder: „Als Fraktionsvorsitzender bin ich ja ohnehin schon aktiv.“ Außerdem sei er immer bereit zu helfen, wenn man etwas für seine Stadt tun können. „Wenn man etwas bewirken will, muss man mitarbeiten.“ Auch ihn treibt zudem die Frage um, was nach der Landesgartenschau bleibt und wie man die Euphorie in die Zukunft retten kann.

Bei der anschließenden Wahl folgte die Neu-Furtherin Marion Cathalan-Graml Schatzmeister Andreas Klier nach, der das Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr weiterführen kann.

Die neue Vorstandschaft

Gewählt: Andreas Roder zum Vorsitzenden, Stellvertreter: Andrea Pohmer, Sandro Bauer. Schatzmeisterin: Marion-Cathalan-Graml, Schriftführer bleibt Geschäftsführer Ludwig Kreitl, Digitalbeauftragter wurde Sandro Bauer. Kassenprüfer: Regina Hickl und Toni Lauerer. Die neun Beisitzer heißen: Conny Decker, Uli Dimpfl, Michael Engl, Franz Former, Karl Macharowsky, Christian Rewitzer, Anja Riederer, Christian Scheuer und Martin Schneider.