Landesgartenschau Furth im Wald : So lief das erste Wochenende

Von Alexander Frimberger, Volkmar Dimpfl · 26. Mai 2025 um 19:00

Die Landesgartenschau hat das erste Wochenende hinter sich. 14 000 Zuschauer hat man bis zum Sonntag gezählt. Ein Spitzenwert. Seitens der Veranstalter herrscht Zufriedenheit. An der einen oder anderen Stellschraube muss aber noch gedreht werden.

Die „Artenvielfalt im Garten“, Entspannung mit „Yoga Mandala“, ein Auftritt der Grenzfähnlein-Businenbläser oder eine Zaubershow, rund 50 Veranstaltungen waren geboten, die trotz des kühlen Wetters bestens besucht waren. Zu den absoluten Höhepunkten am Samstag zählte ein Auftritt des Further Humor-Lokalmatadoren Toni Lauerer.

32 Busse am Wochenende

Wie schon am Eröffnungstag bei den Domspatzen, reichten die Sitzplätze an der Hauptbühne bei weitem nicht für alle, die Lauerers spaßige Granteleien mitverfolgen wollten. Keine Frage, sein neues Programm kam bei Jung und Alt bestens an. Auch die beliebte bayerische Fernsehserie Dahoam is dahoam stattete in Gestalt einiger Schauspieler der Landesgartenschau einen Besuch ab. So standen am Sonntag Silke Popp (spielt die Uschi Kirchleitner) und Patricia Freund (Sophia Stadlbauer) auf der Bühne und stellten sich den Fragen, die ihnen gestellt wurden. Zunächst mussten die Stühle vom Regen trockengewischt werden, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Man merkte, dass viele Fans der bayerischen Kult-Serie sind. Auch bei Querbeet-Moderatorin Sabrina Nitsche war das Interesse entsprechend groß. Sie musste viele Fragen zum Thema Garten und Pflanzen beantworten.

Dementsprechend begeistert reagiert man auf Nachfrage auch seitens der Landesgartenschau. Heidi Wolf, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, sagt, dass vor allem der Samstag hohe Besucherzahlen zu verzeichnen hatte. „Trotzdem ist nie der Eindruck entstanden, dass es eng war.“ 32 Busse haben an beiden Tagen den Weg in die Drachenstadt gefunden. Die am weitesten angereisten Besucher kamen demnach aus Chemnitz und Günzburg.

Die Moderatoren vom BR führten durch das Programm. - Foto: Volkmar Dimpfl
BR-Moderator Florian Kienast (rechts) im Gespräch auf der Bühne. - Foto: Volkmar Dimpfl
Claudia Knoll im Gespräch mit BR-Moderator Florian Kienast - Foto: Volkmar Dimpfl
Gut 14000 Besucher fanden über das Wochenende ihren Weg nach Furth im Wald. - Foto: Volkmar Dimpfl
Auch musikalische Akzente wurden gesetzt. - Foto: Volkmar Dimpfl
Businenbläser an der Hauptbühne. - Foto: Volkmar Dimpfl
Toni Lauerer hatte die Lacher natürlich auf seiner Seite. - Foto: Volkmar Dimpfl
- Foto: Volkmar Dimpfl
Patricia Freund, Silke Popp und BR-Moderator Florian Kienast auf der Hauptbühne der Landesgartenschau. - Foto: Volkmar Dimpfl

Es liegt in der Natur einer Großveranstaltung, dass da und dort etwas verbessert werden kann. Gastronomie: Hier soll das Personal erhöht werden. Vor allem beim Abkassieren waren die Wartezeiten recht lang. Abfall: Es fällt auf, dass es sowohl an Mülleimern als auch an Aschenbechern fehlt. „Sind schon nachbestellt.“ In Bezug auf die Beschilderung sagt Wolf: „Es muss noch kräftig nachgebessert werden sowohl zu den Parkplätzen, zum Fußweg vom Großparkplatz zum Haupteingang, zu den Behindertenparkplätzen.“ Auch die Lenkung in die Innenstadt soll verbessert werden. Schließlich finde die LGS auch dort statt: Auf der Hofer-Insel mit Spielplatz für kleinere Kinder und auf dem Späth-Areal mit Klima- und Biergärten. Ein echtes Highlight sei die Blumenschau in einer ehemaligen Apotheke auf dem Stadtplatz.

Aufgrund der Erfahrungen des Konzertes der Domspatzen, zu dem am Donnerstagabend 800 Zuhörer kamen, gibt es auch Änderungen bei den Kassenzeiten. Finden abends Veranstaltungen statt, sind die Hauptkasse und die am Zippererweg bis 20 Uhr geöffnet, an allen anderen Tagen nur die Hauptkasse bis 20 Uhr (wir berichteten).

Werbung im Außenbereich

Auch an den Ortseingängen sollen Besucher auffälliger begrüßt werden. Auf Nachfrage sagt Bürgermeister Sandro Bauer, dass Hinweisschilder verstärkt zum Einsatz kommen sollen. Auch die riesigen Blumentöpfe, die auf und rund um das Gelände platziert sind, sollen zum Einsatz kommen.

Businenbläser an der Hauptbühne. - Foto: Volkmar Dimpfl

Wohnmobilstellplätze in Furth im Wald

Die offizielle Eröffnung der Wohnmobilstellplätze an der Jettinger Straße erfolgt erst in der kommenden Woche. Doch schon jetzt können Wohnmobile dort für Übernachtungen stehen bleiben. Laut Bürgermeister Sandro Bauer ist dies bereits geschehen. „Der neue Camping-Car Park in Furth im Wald umfasst 20 Standplätze“, heißt es seitens des Betreibers. Ein Stellplatz kostet demnach 15 Euro pro Nacht. Auf dem Buchungsportal des Betreibers www.campingcarpark. com hat der Further Stellplatz auch schon eine Fünf-Sterne-Bewertung: „Sehr schöner Platz und ganz neu, wir waren die Ersten. Der Platz ist sehr gut gelegen und absolut ruhig. Vielen Dank an die Stadt.“ Camping Car Park setzt auf Wachstum, will bis Ende 2027 150 weitere Stellplätze in Deutschland verwirklichen.