Regensburger Hafen-Ufer wandelt sich in cooles Freizeitareal an der Donau

Das Donau-Ufer zwischen Nibelungenbrücke und Marina Quartier in Regensburg wandelt sich in eine attraktive Freizeitfläche. Die Parkour-Anlage mit ihren Betonhindernissen steht bereits. Dort werden bald Jugendliche klettern, springen und rennen. Bei dem urbanen Actionsport müssen sie die Hindernisse so schnell wie möglich überwinden.
Die Handwerker der Landschaftsbaufirma sind am Montagmorgen recht wortkarg. Konzentriert setzen sie in der neuen Parkour-Anlage beim Marina Quartier eine Entwässerungsrinne aus Naturstein. Dann fehlen nur noch der Fallschutz aus Kunststoffgranulat und außerhalb der Sportfläche das Pflaster.
Das Donau-Ufer zwischen Nibelungenbrücke und Marina Quartier wandelt sich in eine attraktive Freizeitfläche. Die Parkour-Anlage mit ihren Betonhindernissen steht bereits. Dort werden bald Jugendliche klettern, springen und rennen. Bei dem urbanen Actionsport müssen sie die Hindernisse kreativ überwinden.
Kein Kicken im Wohngebiet
Daneben reihen sich auf dem Gelände geschwungene Liegebänke unter alten Bäumen. Eine Slackline zum Balancieren, Hängematte, Trampolin und Treffpunkt zum Chillen werden noch kommen. Diesen Sommer will die Stadt Regensburg eröffnen, kündigt Katrin butz von der Pressestelle an.

Die Jugendlichen aus dem Quartier warten schon lange auf die Spielfläche, denn im Wohngebiet gibt es nur Angebote für Kinder. Sobald die Älteren gegen einen Ball treten, müssen sie auf Beschwerden gefasst sein.
Die rund 4300 Quadratmeter Grünareal mit Jugend- und Freizeitfläche liegen zwischen Donau, Nibelungenbrücke, IT-Speicher und Babostraße. 1700 Quadratmeter davon nimmt die Jugendspielfläche ein. Das Areal gehört dem Bayernhafen. Es liegt ein Gestattungsvertrag mit der Stadt vor. Die Kommune investiert mehr als 400.000 Euro in das Freizeitgelände, der Investor des Marina Quartiers weitere 305.000 Euro. Durch den Bau des Hochwasserschutzes verzögerte sich die Jugend- und Freizeitfläche um viele Jahre.

Der Bayernhafen gestaltet den Übergang vom Freizeitareal zum Güterumschlag. Er hat großzügige Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe und weiter östlich für Güterschiffe gebaut, die bereits in Betrieb sind. Dafür wurden vier Energieterminals errichtet.
„Durch die Landstrom-Anlagen können Schiffe während ihrer Liegezeit umweltfreundlich Strom aus erneuerbaren Energien beziehen und bordeigene Dieselaggregate abschalten“, sagt Karin Moro von der Unternehmenskommunikation des Bayernhafens. Das reduziert die Belastung durch Schadstoffemissionen sowie Lärm und spart CO2 ein. Das Bundeswirtschaftsministerium und das bayerische Verkehrsministerium haben das Vorhaben gefördert.

Ein eleganter Kranich aus Metall wacht über die Anlegestellen. Die Skulptur ist bei einer Kunstaktion vor einigen Jahren aufgestellt worden. „Sie heißt wohl ‘KranIch‘ wegen des Sockels, der von einem ehemaligen Kran stammt“, sagt Hafen-Sprecherin Moro. Oberhalb der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe eröffnet diese Woche die Strandbar Plaza Beach Club.
In die Gestaltung des Übergangs zum Hafengebiet an der Donaulände investiert der Bayernhafen mehr als fünf Millionen Euro. Dazu gehören laut Moro die Anlegestellen mit Landstrom, die Anpassung der Schieneninfrastruktur und der Betriebsweg, also die Uferpromenade.
Die Schifffahrts-Gebäude bleiben
Zwischen Plaza Beach Club und Marina Quartier erheben sich die beiden alten Gebäude der Donaudampfschifffahrts-Gesellschaft (DDSG) von 1958. Das ehemalige DDSG-Verwaltungsgebäude mit einer Treppenhaus-Verglasung der österreichischen Künstlerin Käthe Hermann-Bernhofer (1918 bis 1997) steht unter Denkmalschutz.
Der Bereich, in dem die DDSG-Gebäude südlich der Hochwassermauer stehen, ist 2024 in den Geltungsbereich für das laufende Bebauungsplanverfahren Westhafen/Ölhafen aufgenommen worden.
Karin Moro sagt: „Eine weitere gewerbliche Nutzung als Pufferzone ist vorgesehen, aber nicht mehr für den Güterumschlag, sondern zum Beispiel für Büros.“ Die genaue Ausgestaltung werde im Bebauungsplan-Verfahren durch die Stadt Regensburg geregelt.