Landesgartenschau mit Festakt eröffnet: Furth im Wald ist jetzt „Hauptstadt der Oberpfalz“

Von Alexander Frimberger · 22. Mai 2025 um 18:20

Es ist vollbracht. Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr hat die Landesgartenschau Furth im Wald ihre Pforten geöffnet. Bei seiner Festansprache gab Dr. Markus Söder das höchste Lob, das die kleine Grenzstadt bekommen konnte: „So etwas wie hier, gibt es nicht einmal in München.“ Kurzerhand erklärte er Furth zur neuen Hauptstadt der Oberpfalz.

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Doch nicht nur der Bayerische Ministerpräsident war beeindruckt, was auf einer Fläche von 10,4 Hektar geschaffen wurde. Das Herzstück der Anlage ist die spektakuläre Dachkonstruktion der Parkarena, in der rund 450 Gäste Platz gefunden hatten und dem Festakt beiwohnten.

Unglaublicher Aufschwung

„Das ist ein bewegendes Bild für mich“, sagte Bürgermeister Sandro Bauer bei seiner Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste und ergänzte: „Vor allem wenn man bedenkt, dass hier vor rund sechs Wochen erst die Fundamente gegossen worden sind.“ Sein Dank galt allen am Projekt Landesgartenschau Beteiligten. Sonderapplaus bekamen die rund 200 ehrenamtlichen Helfer, „die schon in den letzten Wochen intensiv mitgearbeitet haben.“ Nach vielen Wochen und Monaten Arbeit habe die kleine Stadt eine neue Qualität und einen unglaublichen Aufschwung erlebt. „Brachen wurden beseitigt, Plätze aufgewertet. Vor und in der Stadt ist ein Naherholungsgebiet entstanden, das auch nach der Landesgartenschau erhalten bleibt.“

Das Vorabversprechen von rund 3000 Veranstaltungen an 137 Tagen in denen man „sagenhaft viel erleben kann“, wurde offensichtlich goutiert. Bauer sprach von 10 000 Dauerkarten die im Vorfeld verkauft wurden. „Das hätte uns niemand zugetraut, das macht uns stolz.“

Immer wieder eindrucksvoll: die Parkarena auf dem Gelände der Gartenschau. - Foto: Simon Tschannerl

Man wolle jetzt die Gastgeberrolle begeistert übernehmen. Ganz ausdrücklich schloss er dabei auch die tschechischen Nachbarn mit ein. „Wir sind glücklich über die Freundschaft, die sich seit der Grenzöffnung entwickelt hat.“

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Diesen Gedanken griff auch Söder in seiner launig vorgetragenen Festrede auf. In Furth im Wald befinde man sich nicht mehr am Rand, sondern im Herzen Europas. „Wenn wir Bayern weiterentwickeln wollen, brauchen wir diese Freundschaft und Zusammenarbeit.“

Mit Blick auf den Drachenstich, dem ältesten Volksschauspiel Deutschland, machte er Furth nicht nur zur Hauptstadt der Oberpfalz, sondern auch zu Showstadt. Sie sei damit ein gutes Beispiel dafür, dass es in Bayern eine große Rolle spielt, was in den Regionen passiert. Es sei ihm ein großes Anliegen, dass das Geld aus der Hauptstadt heraus auch in den ländlichen Raum verteilt wird.

Inklusive Stadterneuerungsmaßnahmen sind rund 15 Millionen Euro Fördergelder geflossen. „Gut angelegtes Geld für die gesamte Region“, befand der Bayerische Ministerpräsident und schickte die Begründung gleich hinterher: Die Lebensqualität werde erhöht, der Tourismus gestärkt. Beides sei mit der Wirtschaftskraft verbunden. Das gemeinsame Ziel sei, den ländlichen Raum auch für junge Menschen attraktiv zu machen.

Die Stadt wird zeigen, was sie hat.

Umweltminister Thorsten Glauber

Umweltminister Thorsten Glauber erinnerte daran, dass da, wo heute das Grüne Band die Nachbarn verbindet, früher der Eiserne Vorhang war. Heute treffen sich die Menschen in Furth im Wald. Er lobte den Further Rathauschef und seinen Stadtrat für den Mut auch gegen Widerstände vorangegangen zu sein. „Die Stadt wird zeigen, was sie hat.“ Grundsätzlich forderte er, an Landesgartenschauen festzuhalten, weil sie den ländlichen Raum in Bayern voranbringen.

Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl
Impressionen vom Eröffnungstag der Landesgartenschau in Furth im Wald - Foto: Simon Tschannerl

Hanna Scharffova, routinierte und sympathische Moderatorin des Festaktes, bat vier Persönlichkeiten zum Kurzinterview. Wolfgang Zäh, Vorsitzender der Bayerischen Landesgartenschau GmbH betonte die enorme Wichtigkeit derartiger Schauen. Man könne den Klimawandel nicht wegreden, nur mit den richtigen Maßnahmen gelänge es, Kühle in die Städte zu bekommen. „Landesgartenschauen sind Stadtentwicklung für Einheimische und Besucher.“ Wolfgang Bücherl, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München zog einen Vergleich zu 1989. „Man reibt sich die Augen, was in der Zwischenzeit hier entstanden ist.“ Die Fördergelder, die seitens der EU geflossen sind bezeichnete er als gut ausgegeben.

Hohe Bedeutung des Ausbaus der Bahnstrecke

Auch Landrat Franz Löffler und die tschechische Generalkonsulin Dr. Ivana Cervenkova betonten die wertvolle bayerisch/tschechische Freundschaft. Der Mauerfall sei für die Region das größte Wirtschaftsförderprogramm aller Zeiten gewesen, so Löffler. Beide betonten für die Zukunft die Wichtigkeit des Ausbaus der Bahnstrecke München/Prag und der Infrastruktur entlang der Grenze. Wünschenswert sei verstärkte Förderung von Innovation, Wissenschaft und Jugend. Nachdem Söder mit dem Durchschneiden des Bandes die Landesgartenschau offiziell eröffnet hatte, unternahm der Tross der Ehrengäste abschließend einen Rundgang über das Gelände.

Der Further Drache zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. - Foto: Simon Tschannerl