Landesgartenschau eröffnet: Söder erklärt Furth im Wald zur Hauptstadt der Oberpfalz

Das Wetter war trüb, die Laune aber allseits sonnig: Mit launigen Worten hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstagvormittag die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald (Landkreis Cham) eröffnet – eindrucksvoll untermalt vom Gebrüll des Further Drachen.
Kein roter Teppich, sondern ein grüner Rollrasen war für die Ehrengäste in der extra für die Gartenschau gebaute Parkarena ausgerollt. „Sowas wie hier gibt es nicht einmal in München“, lobte denn auch der Ministerpräsident die beeindruckende Architektur.
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Furth im Wald, so legte es Söder kurzerhand fest, ist ab sofort die Hauptstadt der Oberpfalz – zumindest bis zum Ende der Landesgartenschau am 5. Oktober. Inklusive Städtebauförderung investiere der Freistaat hier 15 Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, so der CSU-Politiker, schließlich basiere die Stärke des Freistaats auch auf der Vitalität des ländlichen Raums. In Furth sei damit auf 100.000 Quadratmetern neu gestalteter Lebensraum geschaffen worden.
Landesgartenschau geht in Geschichtsbücher ein
Söder lobte auch die bayerisch-tschechischen Beziehungen. Furth im Wald liege nicht am Rande Bayerns, sondern im Herzen Europas. Franz Löffler (CSU), Chamer Landrat, stieß ins gleiche Horn und erinnerte an die Zeiten des Eisernen Vorhangs.












Die Öffnung der Grenze sei für den Landkreis die „größte Wirtschaftsförderungsaktion aller Zeiten gewesen“. Er zeigte sich überzeugt, dass die Landesgartenschau 2025 in die Geschichtsbücher eingehen werde.
Sowas wie hier gibt es nicht einmal in München.
Ministerpräsident Markus Söder über die Landesgartenschau in Furth im Wald
Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) vertrat die Ansicht, dass die im Rahmen der Städtebauförderung geflossen Mittel die Stadt maßgeblich voranbringen werden. „Die Gartenschau wird immer in den Herzen der Menschen bleiben“, so Glauber.
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Furths Bürgermeister Sandro Bauer bekannte, dass der Tag der Eröffnung für ihn und alle, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben, „ein sehr bewegender Moment“ sei. 10 000 Dauerkarten habe man bis jetzt verkauft, rund 200 Ehrenamtliche seien an Bord – „das macht mich als Bürgermeister unheimlich stolz“. Seine Ankündigung, „heute nicht über Geld zu reden“, quittierte das Publikum mit freundlichem Gelächter.
23 Millionen Euro Gesamtkosten
Rund 23 Millionen Euro kostet die Landesgartenschau in Furth im Wald, etwa neun Millionen Euro muss die Stadt selber tragen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 5. Oktober, sie umfasst eine Fläche von 10,4 Hektar. Das Motto der Landesgartenschau lautet: „Sagenhaft viel erleben“ – Further Drache inklusive.