So hat sich das Projekt „Neues Parkhaus für Bad Kötzting“ in zwölf Monaten entwickelt

Von Stefan Weber · 22. Mai 2025 um 14:44

Seit gut einem Jahr wird an dem rund 14-Millionen-Euro-Projekt neues Parkhaus in der Innenstadt gebaut. Vom „Charme“ des maroden Vorgängerbaus aus den 1970er-Jahren ist schon seit Monaten nichts mehr übrig, dafür wächst der Neubau Stück für Stück aus der bis zu acht Meter tiefen Baugrube heraus.

15 Arbeiter seien derzeit auf der Baustelle beschäftigt, sagt Stadtbauamtsleiter Christian Kopf auf Nachfrage unseres Medienhauses. Aufgrund der Größe könne man sich die Abläufe aber nicht ganz so vorstellen wie beim Bau eines Einfamilienhauses: Wände, Decken und Stützmauern, das seien jeweils eigene Trupps, die natürlich untereinander koordiniert sein wollen.

Selbst für den Kran zu schwer

Nachdem in dieser Woche am oberen Ende der Baugrube eine Decke eingebaut worden ist, werde in der kommenden Woche („Wenn das Wetter mitmacht“) am unteren Ende eine weitere eingebaut werden. Dazu werde es am Montag wohl notwendig werden, auch die Schirnstraße für den Verkehr zu sperren, sagt Kopf.

Vor einem Jahr waren die Abbrucharbeiten bereits in vollem Gange. - Foto: S. Weber

Da die Betonmassen selbst für den 150-Tonnen-Kran zu schwer seien, werde das Material mit einer Pumpe auf die Baustelle gebracht. Die wiederum könne den Beton nicht beliebig weit liefern, weshalb die immer wieder den Standort wechseln müsse – und der werde wohl am Montag in der Schirnstraße sein.

Freie Fahrt an Pfingsten

Decke, Wände und Stützen, wieder eine Decke – in dieser Taktung werde es in den kommenden Wochen und Monaten nun weitergehen. Im Moment liegen die Arbeiten, sowohl was die Kosten als auch die Planung anbetrifft, im Soll. Da die Arbeiten nun aber auch sehr vom Wetter abhängig seien – bei Starkregen könne nun einmal keine Decke betoniert werden – ist der Stadtbauamtsleiter mit der Prognose für das Ende der Hochbauarbeiten vorsichtig.

Im Juli oder August sei ein größeres Treffen geplant, bei dem der Fortschritt besprochen werden soll. Aktuell gibt er März für das mögliche Ende an.

Im September 2024 war vom alten Parkhaus und von einem anschließenden Nebengebäude nichts mehr übrig. - Foto: S. Weber

Diese Woche werde es aber noch ein Treffen geben, das die sehr nahe Zukunft der Baustelle, oder besser deren Absicherung betreffen wird: Da der Pfingstritt traditionell in der Innenstadt beginnt und auch endet, wird die Gehringstraße dafür ganz und die Holzapfelstraße wohl zumindest teilweise freigegeben werden, sagt Kopf. Die Gehringstraße soll ab dem Freitag vor Pfingsten befahrbar sein – allerdings nur bis einschließlich Pfingstmontag.

So sah die Baustelle zum Spatenstich noch vor rund drei Monaten aus. - Foto: S. Weber

„Ab Dienstag herrscht wieder Normalbetrieb“, weiß Christian Kopf. Das werde bedeuten, dass der Burschen- und Brautumzug am Dienstag hier nicht mehr werde entlangführen können. Damit die Baustelle für Ross und Reiter keine Gefahr darstellt – immerhin klafft immer noch eine mehrere Meter tiefe Baugrube an der Stelle des neuen Parkhauses – werden extra für diese wenigen Tage spezielle Absicherungen vorgenommen werden. Im kommenden Jahr wird es an dieser Stelle aber immerhin an Pfingsten keine Baugrube mehr geben. Dann sollte hier bereits ein fast fertiges Parkhaus stehen, auf das dann noch eine Bibliothek gebaut wird.

Im Laufe dieser Woche wurde eine von noch mehreren anstehenden Betondecken eingebaut. - Foto: S. Weber