Ampel für die Parkhaus-Baustelle in Bad Kötzting, die (fast) immer „Grüne Welle“ hat

Von Stefan Weber · 21. Mai 2025 um 11:00

Das Millionen-Projekt Parkhaus-Neubau in der Innenstadt von Bad Kötzing im Landkreis Cham liegt im Zeit- und Kostenplan – so weit, so gut. Dass mit Holzapfel- und Gehringstraße gleich zwei der zentralen Verkehrswege in der Innenstadt durch den Neubau stark beeinträchtigt sind, trifft nicht nur Besucher der Stadt, sondern auch Geschäftsinhaber und natürlich Anwohner. Die an der Holzapfelstraße bekommen nun eine Ampel, die mitdenkt, damit die Anwohner bis Ende des Jahres wenigstens etwas entlastet werden.

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Es war Anfang Mai, als sich der Stadtrat mit dem Antrag einiger Anwohner der Holzapfelstraße beschäftigt hatte. Denn denen war mit Aussicht auf die halbseitige Sperrung entlang der Baustelle bis Ende des Jahres die Lärm- und Abgasbelastung an dieser Stelle zu hoch und es wurde eine Einbahnstraßen-Regelung gefordert.

Das schlaue Dauergrün

Ein Antrag, der einstimmig durch die Mitglieder im Stadtrat abgelehnt worden war. Da die Gehringstraße ohnehin in weiten Teilen gesperrt bleiben muss und die Marktstraße bereits eine Einbahnstraße sei, müsse die Holzapfelstraße in beiden Richtungen befahrbar bleiben, so die Meinung. Im Laufe der Woche, so Bürgermeister Markus Hofmann auf Nachfrage unseres Medienhauses, wird es aber doch eine Veränderung an dieser Stelle geben. Die Ampelanlage bleibt zwar bestehen, doch wird sie „intelligenter“.

Denn zum Anliegen der Anwohner hatte auch gehört, dass gerade diejenigen Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Bahnhofstraße die Holzapfelstraße die Anhöhe hinauf befahren, besonders störend seien. Nicht nur, dass viele Autofahrer mit laufendem Motor am Rotlicht anhielten – auch die Motoren seien beim Berganfahren besonders laut.

„Intelligenter“ werde im Fall der neuen Ampel bedeuten, dass die prinzipiell auf Dauergrün geschaltet sei, erklärt der Bürgermeister. „Erst, wenn Gegenverkehr von oben kommt, wird auf Rot geschaltet“, sagt er. Das sollte zu einem großen Teil zur Entlastung der Anwohner beitragen, zumal Zählungen ergeben hätten, dass der meiste Verkehr ohnehin aus Richtung Bahnhofstraße komme und die Zahl der Fahrzeuge durch die Ampelregelung insgesamt abgenommen habe.

Kosten: Rund 5000 Euro

Im Prinzip also fast eine Einbahnstraßenregelung – bleibt nur die Frage, warum dieses System nicht gleich aufgebaut worden war. „Weil die Ampel, die bisher aufgebaut ist, der Stadt gehört“, sagt Hofmann. Die Anlage, die ab dieser Woche bis zum Ende des Jahres aufgestellt werde, müsse von einer Firma angemietet werden, und das koste natürlich Geld: Rund 5000 Euro, schätzt er, auch wenn sich das im Verhältnis zum über 13-Millionen-Euro-Projekt Parkhaus-Neubau als eher kleiner Summe ausnimmt.

Ob sich die Situation für die Anwohner mit Blick auf die Verkehrsbelastung dadurch dann auch wirklich deutlich verbessern wird, bleibt abzuwarten: Am meisten könnten dabei die Autofahrer selbst helfen, die nicht mehr aus Richtung Torplatz in die Holzapfelstraße einfahren und die so trotz Ampelanlage zu einer Einbahnstraße machen würden...