Stefan Haas will 2026 für die Grünen bei der Wahl des Landrats in Neumarkt antreten

Stefan Haas aus Berg will 2026 für die Grünen bei der Landratswahl kandidieren. Das gab der 42-Jährige am Montag bekannt. Die Nominierungsveranstaltung sei zwar erst im Juli, doch seine Kandidatur sei im Vorstand abgesprochen, sagte Haas auf Nachfrage. Dass ihn die Partei auch tatsächlich als Kandidaten benennt, dürfte damit sehr wahrscheinlich sein.
„Ich bewerbe mich darum Euer Landratskandidat sein zu dürfen, weil ich gestalten statt verwalten will – mit Herz, Verstand und einem klaren Kompass für die Zukunft unseres Landkreises“, verkündete Haas auf Instagram.
Haas lebt im Berger Ortsteil Unterwall, ist Familienvater und beruflich in der Softwarebranche aktiv. Seit 2020 ist er der erste Grüne überhaupt im Berger Gemeinderat. Ebenso sitzt er im Kreistag, wo er zudem Fraktionschef ist. Auf Parteiebene ist Haas Kreissprecher und Ortsvorsitzender. 2023 kandidierte Haas für die Grünen bei der Landtagswahl auf der Liste.
Haas: Landkreis Neumarkt wird sparen müssen
Als möglicher Kandidat ginge er in die Wahl mit dem Ansatz des Sportlers, der er durch und durch sei, sagt Haas. Es gehe darum, das maximal beste Ergebnis zu erzielen. Anders ausgedrückt: „Man tritt nicht an, um Zweiter zu werden.“
Die Wahl könnte für zumindest ein sehr gutes Ergebnis bessere Voraussetzungen bieten als frühere. Es ist eine Wahl, in der kein Amtsinhaber antritt, und auch sonst bislang keine an Bekanntheit alle anderen Kandidaten überstrahlende Persönlichkeit zu erkennen ist. Die CSU als politischer Platzhirsch hat jüngst mit Katharina Ziegler eine bislang nicht sehr bekannte Kandidatin nominiert. Zudem zeigen vergangene Wahlen, dass Wähler nicht mehr so parteigebunden sind wie in früheren Zeiten.
Der Landkreis sei allerdings eine in dieser Hinsicht konservativ geprägte Region, schränkt Haas ein. Er will die Wähler mit seiner Sicht auf eine Politik überzeugen, die der Landkreis in der nächsten Wahlperiode brauche. Diese sei von der Fragestellung geprägt, „wie wir mit dem Haushalt umgehen“. Haas, der seit 2020 im Kreistag auch über den Haushalt mit entscheidet: „Wir kommen aus guten Zeiten, aber diese Zeiten gehen gerade zu Ende. Wir werden sparen müssen.“ Dabei werde es wichtig sein, darauf zu achten, „wo wir sparen“ und wo nicht. Keinesfalls sollte das laut Haas bei sozialen Themen wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen der Fall sein. „Außerdem wird ein großes Thema sein, wie wir uns bei der Seniorenpolitik aufstellen.“ Umwelt- und Klimaschutz sei bei ihm als Grünem eingepreist, betont Haas. Auch wenn dieses Thema aktuell vordergründig keine so große Rolle spiele, sei doch den meisten klar, wie bedeutsam es sei.en