Auf die Plätze, fertig, los! In Kelheim organisieren Schüler einen inklusiven Triathlon für Schüler

Einen alles andere als alltäglichen Wettbewerb stellten die Schüler des P-Seminars Sport in der Kreisstadt auf die Beine. Schüler aus Regensburg, Riedenburg, Painten, Landshut , Abensberg und Offenstetten gingen an den Start. Viele wünschen sich eine Fortsetzung.
Landkreisübergreifend waren knapp 140 Schülerinnen und Schüler aus Kelheim, Landshut und Regensburg dabei beim ersten inklusiven Triathlon. Und am Ende waren sich alle einig – der soll keine Eintagsfliege bleiben.
Inklusiv, so nennt man das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap. Das kennt man ab und an von Fußballspielen. In Kelheim sollten Schüler – von der Grundschule bis zum Gymnasium, vom Förderzentrum bis zur Realschule – einen nicht alltäglichen Wettbewerb erleben. Einen Triathlon. Das hieß: 200 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und einen Kilometer Laufen.

Spannung am Montagmorgen
Aufgeregt waren am Montagmorgen alle – die Teilnehmer, die Organisatoren vom P-Seminar Sport des Donau-Gymnasiums, die Lehrer der sieben beteiligten Schulen oder auch die Inklusions-Beauftragte des Landkreises, Heike Huber.






















Die einen, weil sie zwar gerne sporteln, aber noch nie an einem Triathlon teilgenommen hatten, so wie der 17-jährige Manol von der Cabrinischule in Offenstetten. Die Jüngste, Magdalena von der Grundschule Painten, die als Erste vor dem Keldorado stand, aus Sorge, zu spät zu kommen. P-Seminar-Lehrer und Ideengeber Christoph Heide, weil nicht klar war, wie die Temperaturen passen würden oder ob es für das Schwimmen nicht doch zu kalt würde.
„Gerne wieder“

Doch alle Sorgen waren unbegründet. Der Triathlon machte den Schülern als Einzelstarter oder in den Staffeln viel Spaß. „War schön, gerne wieder“, kommentierte Manol den Wettbewerb, bei dem er in seiner Kategorie ganz oben auf dem Treppchen landete. Nach gut einer Stunde war der Triathlon auch schon wieder vorbei. Champions waren alle und das wurde mit Medaillen und Urkunden gebührend gefeiert. Erleichtert waren die Elftklässler um Christoph Heide. „Es war ein Haufen Arbeit, da sind wir auch ins Schwitzen gekommen, aber es hat sich gelohnt“, freuten sich Tami Teichmüller und Maxi Faltermeier.

Stefan Seehofer vom Cabrini-Zentrum freute sich auch – über die gelebte Inklusion. Die gebe es noch viel zu selten. Der Triathlon sei ein großes Miteinander gewesen. Inklusion heiße auch, das Leben miteinander zu bewältigen und genießen. „So wie heute beim Triathlon. “
Landrat Martin Neumeyer war stolz auf die Organisatoren. Das P von P-Seminar stehe „für positiv und pragmatisch. Hier ist etwas gelungen, das so nicht zu erwarten war.“
Geht es nach vielen Teilnehmern, kann es 2026 gerne eine Fortsetzung geben. Sportlehrerin Kati Pretschendörfer von der Cabrinischule: „Wir sind wieder dabei! Bislang gib es ja nichts Vergleichbares.“
Alle Ergebnisse zum 1. Inklusiven Schüler-Triathlon in Kelheim gibt es online: zeitgemaess.info
