Riesiger Sandhaufen am Ufer der Donau in Regensburg aufgetaucht: Das steckt dahinter

Von Heike Haala · 19. Mai 2025 um 17:00

Vor zwei Wochen war es eine neue Insel, vergangene Woche ein Spundwandelement zum Schutz gegen Hochwasser, obwohl die Donau gerade Niedrigwasser führt, jetzt ist eine weitere kuriose Attraktion am Ufer der Donau in Regensburg aufgetaucht. Auch sie soll nicht auf Dauer bleiben.

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Es handelt sich dabei um einen Sandhaufen am Strand beim Unteren Ende der Sportbootschleuse auf der Stadtseite des Pfaffensteiner Wehrs: Er türmt sich dort mehrere Meter hoch auf und schiebt sich wie ein weiteres Bauwerk in die Silhouette. Und die dominieren an dieser Stelle immerhin so wuchtige Dinge wie die Autobahn, die Wehrklappen, die Bäume am Ufer des Inselparks sowie einige Turmspitzen in der Altstadt.

Diese Insel vergrößert sich bei Niedrigwasser. - Foto: Daniel Steffen

Was es damit auf sich hat, weiß Ewa Wisniewski aus der Stabstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau: „Das dort gelagerte Material ist natürlicher Sand, der durch die kontinuierliche Flussbewegung mittransportiert wird“, erklärt sie. Der Sand lande mancherorts an. In diesem Fall sei das an der Sportbootschleuse in Regensburg passiert. „Durch diese Verlandung wird die Benutzung der Sportbootsschleuse verhindert“, sagt Wisniewski. Damit die Schleuse wieder funktioniert, baggerten Mitarbeiter der Behörde den Sand aus der Bootsrutsche und luden ihn am Strand ab, wodurch der riesige Haufen entstanden ist. Als nächstes soll das Material laut Wisniewskis Auskunft auf ein Wasserfahrzeug mit aufklappbarem Boden – eine so genannte Klappschute – verladen und an einer geeigneten Stelle wieder in die Donau abgelassen werden. Wann das passieren soll, sei derzeit noch nicht bekannt.

Die Folgen von Niedrigwasser

Währenddessen wurde in den vergangenen Wochen deutlich, dass die Donau gerade von mehr Land und weniger Wasser als sonst geprägt ist. So konnte wegen des Niedrigwassers auch die Mini-Dünenlandschaft, die sich auf der kleinen Insel nahe der Eisernen Brücke gebildet hat, mittlerweile auf eine stattliche Größe heranwachsen.

Diese Spundwand stand vergangene Woche am ufer der Donau - Foto: Philip Hell

Weil der Pegel im Raum Regensburg durch Staustufen beeinflussbar sei, würde erst ein extremes Niedrigwasser Probleme bei der Schifffahrt bereiten, gab das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt dazu kürzlich Auskunft. Derzeit liegt der Pegel bei der Eisernen Brücke seit Tagen knapp unter der Zwei-Meter-Marke. Montagmittag lag er bei 193 Zentimetern. In diesem Bereich soll er sich laut Hochwassernachrichtendienst beim Bayerischen Landesamt für Umwelt auch noch in den kommenden Tagen befinden.

Gäste sahen sich Hochwasserschutz an

Dennoch stand unweit des Eisernen Stegs kürzlich eine kurze Spundwand, die vor Hochwasser schützen soll: Eine andere bayerische Kommune sei zu Gast gewesen, um sich den Regensburger Hochwasserschutz anzusehen, hieß es dazu aus der städtischen Pressestelle.