Sympathisches Schirmherren-Duo: Geschäftsführer von SK Technology aus Roding haben intensive Verbindung zu Waldmünchen

Auf der Suche nach passenden Schirmherren für die diesjährige Festspielsaison hatte der Verein der Trenckfestspiele erneut ein glückliches Händchen: Am Freitagabend erhielt die große Abordnung des Vereins auf dem Firmengelände von SK Technology die Zusage von Stefan und Benedikt Kulzer. Und diese erfüllten ihre ersten Aufgaben gleich mit Bravour und luden die Festspielschar anschließend zu einem ausgelassenen Abend in die Firmenkantine ein.
Die Verbindung nach Roding kommt nicht von ungefähr, hat die Firma SK Technology ja auch einen Standort in Waldmünchen. Die dortigen verantwortlichen Mitarbeiter waren dann auch gleich mit der Festspielschar in zwei Bussen nach Roding aufgebrochen. Die Trenckianer positionierten sich mit ihrem Fanfarenzug und dem Trenckpaar (Lawrence Gast und Vera Schmid) hinter der Firma und zogen dann in einem langen Zug zum Haupteingang, wo das auserkorene Schirmherren-Duo bereits wartete. Vereinsvorsitzender Martin Frank bedankte sich für die Einladung: „Mit den beiden Geschäftsführern Stefan und Benedikt Kulzer haben wir Persönlichkeiten gefunden, die in der Technologiebranche bestens bekannt sind und die eine intensive Verbindung zu Waldmünchen haben.“
74. Spielsaison
Der Trenck sei heute in Roding eingefallen, um die Übernahme des Patronats für die 74. Spielsaison zu erbitten. Martin Frank zählte auch auf, wer es schon alles in die Riege der Schirmherren geschafft habe und dass man diese gute Tradition nun fortsetzen wolle. Sodann ergriff Amtsbürgermeister Kayser (Jürgen Lampatzer) das Wort, um kurz den Hergang des Festspiels zu erklären und um die gute Absicht von Trenck und seinen Panduren zu verdeutlichen: „Trenck hat schnell herausbekommen, dass die Firma in der Präzisionstechnik einzigartig ist.“
Als Trenck sieht, dass hier viel aus Metall gefertigt wird, blitzen seine Augen: „Die können bestimmt hochpräzise Säbel für seine Panduren fertigen.“ Das Unternehmen wurde im Jahr 1988 gegründet und hat seit November 2019 Vater und Sohn als Geschäftsführer. Mittlerweile werden in der Firma rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. „Auch die liebreizende Kathi war begeistert, wird sie doch einen weiteren erfahrenen Herren und einen jüngeren dynamischen zur Seite haben.“ Schließlich baten der Pandurenoberst und seine Kathi offiziell um die Schirmherrschaft: „Ich bitte euer Gnaden untertänigst im Sinne meiner Gefolgsleute, das Patronat für die Trenckfestspiele anno 2025 zu übernehmen“, so Trenck Franziskus. Das sehnsüchtig erwartete Ja der beiden Geschäftsführer kam dann auch sehr schnell. Als Zeichen der Schirmherrschaft bekamen beiden einen Pandurensäbel und einen Tschako überreicht.

Schirmherrnschaft ist eine Ehre
Die Rede von Benedikt Kulzer beeindruckte dann durch ihre Herzlichkeit und Freude. Denn er bezeichnete das Schauspiel als einen kulturellen Schatz und empfand die Schirmherrschaft als eine Ehre: „Ich war sehr begeistert und finde es cool, dass wir gefragt worden sind. Ihr seid mit einem Mega-Aufmarsch zu uns gekommen, das war brutal beeindruckend.“ Es sei eine Besonderheit, dass das Festspiel schon seit 75 Jahren bestehe in einer Welt, in der sich jeder nur um seine Themen kümmere und in der es viel Negativität gebe. Der Verein schaffe etwas Positives und habe Hunderte von Mitwirkenden, die hinter dieser Idee stehen. Beide seien stolz, nun Teil der Trenckfamilie sein zu dürfen. Man arbeite zwar meist an Hightech-Bauteilen für Luftfahrt, Raumfahrt und Motorsport, aber am Ende gehe es um dasselbe wie beim Festspiel: Präzision, Teamarbeit und Leidenschaft. „Der ländliche Raum ist nicht rückständig, sondern lebendig, engagiert und zukunftsfähig. Lassen wir also gemeinsam die Geschichte lebendig werden – mit Stolz, mit Herz und mit einem Augenzwinkern.“

Ähnlich sah dies Stefan Kulzer, der vor allem das Miteinander hervorhob und der die Geselligkeit als das höchste Gut der Menschen sah: „Man muss durch viele Städte wandern, um so eine Gemeinschaft zu finden.“ Zuletzt sprach Bürgermeister Markus Ackermann, der die Brücke zur Stadt Waldmünchen schlug. Die Firma sei nicht nur in Waldmünchen ansässig, sie integriere sich auch in die Stadt, durch die Teilnahme am Seefest oder bei der Radtour. „SK Technology ist auch eine Firma, die in Waldmünchen ansässig ist und die unsere Stadt stärkt. Die Belegschaft wird die Bühne füllen.“

Säbel im Geschäft einsetzen
Das Schirmherren-Duo werde weder Tod noch Teufel scheuen, wenn es in die Trenck-Gemeinschaft aufgenommen worden sei. Markus Ackermann gab diesen auch noch den Tipp, den neuen Säbel als Verhandlungsoption einzusetzen, da „flutschen die Geschäfte dann automatisch“. Und noch eine Sache freute das Stadtoberhaupt mit Blickrichtung auf die Rodinger Bürgermeisterin Alexandra Riedl: „Etz bekommen die Rodinger auch mit, dass es in Waldmünchen ein Festspiel gibt.“
Anschließend hatten sich die beiden neuen Schirmherren an der Kanone bzw. an der Mauerbüchse auszutesten, was die beiden nach erfolgter Einweisung durch die Kanoniere dann auch erfolgreich meisterten. Die Spielerschar, unter welche sich auch Franz Löffler als Präsident der Trenckfestspiele zusammen mit seiner Frau Andrea mischte, war in die Kantine der Firma eingeladen, wo die dortigen Mitarbeiter ein vorzügliches Essen mit einer Sau am Spieß kredenzten.

Es war eine fröhliche und unkomplizierte Stimmung, die schon jetzt erahnen lässt, dass das neue Schirmherren-Duo perfekt in Festspielgemeinschaft passt. Zu späterer Stunde gab es noch Führungen durch die Firma, bei der deutlich wurde, wie hoch spezialisiert das Geschäftsfeld der Firma ist. Die neue Trenck-Saison hat mit dem Schirmherrenbitten Fahrt aufgenommen.