Mainburg will einen neuen sechsgruppigen Kindergarten

Wie Abensberg feilt Mainburg derzeit an seiner Kindergartenstrategie. In beiden Städten gibt es längst sanierungsbedürftige Gebäude für die Kinderbetreuung - außerdem reichen die derzeit vorhandenen Plätze auf Sicht nicht aus.
In Abensberg stehen die alten Räume des Kindergartens in der Erikastraße seit Monaten leer. Sie zu sanieren sei viel zu teuer - die bessere Variante ist wie berichtet ein Neubau. Der soll jetzt im Baugebiet Gaden verwirklicht werden. Ein weiteres Kindergartengebäude soll, mit der Katholischen Jugendfürsorge als Bauträger und Betreiber, beim Berufsbildungswerke entstehen, so dass unter dem Strich sogar zwei Kindergärten zusätzlich entstehen - im Vergleich zur Situation vor einigen Jahren.
Wenn auch nicht ganz gleich, doch sehr ähnlich, ist die Situation in Mainburg. Im Kindergarten am Gabis, dem laut Bürgermeister Helmut Fichtner ältesten in der Kommune, kann es langfristig nicht weitergehen. Das Gebäude müsse dringend saniert werden. Dies gehe ohnehin nicht, während kleine Mainburger dort betreut werden. Also sollen die umziehen an die Rudolf-Ketteler-Straße.
Leere Bauparzelle wird in Mainburg genutzt
Dort ist auf einem städtischen Grundstück, einer bis dahin leeren Bauparzelle im dortigen Baugebiet, im Vorjahr eine Container-Anlage aufgestellt worden. Untergekommen ist dort mittlerweile der Kindergarten Schneckenheim, der bisher im Seniorenheim seine Heimat hatte. Jetzt soll dort neu gebaut werden. Unterkommen sollen dort künftig auch die vier Gruppen des Kindergartens am Gabis. Außerdem soll für eine weitere Gruppe Platz geschaffen werden - insgesamt also für sechs Gruppen.
In der jüngsten Stadtratssitzung haben laut Fichtner die Gremiumsmitglieder ausnahmslos der vorgelegten Vorplanung dazu zugestimmt. Spätestens in der Junisitzung will er über die Detailplanung abstimmen lassen. Ist der neu gebaute Kindergarten erst einmal bezogen, sollen die Gebäude am Gabis nicht leer bleiben. Sie sollen saniert werden. Über die konkrete weitere Nutzung sei noch nicht entschieden. Räume für Kinderbetreuung, in welcher Art auch immer, benötige die Kommune aber weiterhin.
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So ein Kindergartenbau kostet Geld. Auch deshalb beschloss jetzt der Rat, die Sonderrücklage für das Brandgelände nicht weiter aufzustocken. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt Fichtner, dass man seit rund sechs Jahren die Mieteinnahmen, die man über das Lidl-Gelände und die Brandhalle erwirtschaftet hat, dort eingezahlt hat. Derzeit läge dort rund eine Million Euro. Gedacht sei das Geld für etwaige Projekte auf dem Brandareal, bei dem es neben der Kommune noch einen privaten Eigentümer gibt.
Keine weiteren Zahlungen in Sonderrücklage
Rund 180.000 Euro seien es jährlich gewesen, die eingezahlt wurden. Das soll fürs Erste aufhören. So hat es bei zwei Gegenstimmen laut Bürgermeister jetzt der Rat beschlossen. In Zeiten, in denen die reguläre Rücklage immer weiter schrumpfe, sei es nicht sinnvoll, auf diese Weise Gelder dem Haushalt zu entnehmen. Die Verwaltung hatte dieses Vorgehen ins Spiel gebracht.
Wie berichtet gab es vor einigen Jahren einen Bürgerentscheid, der den Bau einer Stadthalle auf dem Areal gefordert hat. Der scheiterte. Fichtner hatte damals bekundet, durchaus das Areal entwickeln zu wollen. Dazu steht er auch jetzt, derzeit sei die Kommune aber finanziell an anderer Stelle gefordert - nicht zuletzt bei den Kindergärten.