Viele Ideen füttern das Jubiläumsfest in Mainburg

Von Wolfgang Abeltshauser · 11. Mai 2025 um 05:00

Mainburg hat jetzt das Programm für die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Ortsjubiläum offiziell bekannt gegeben. Laut Bürgermeister Helmut Fichtner sind dabei Ideen von verschiedensten Seiten eingeflossen. Den Höhepunkt soll ein Festakt auf dem Marktplatz bilden.

Bürgermeister Helmut Fichtner freute sich im Rahmen der Pressekonferenz im Rathaus, bei der das Programm vorgestellt wurde, dass von vielen Seiten Ideen eingeflossen seien. Regionale Veranstaltungsagenturen seien da ebenso aufzuzählen wie Mainburger Künstler und Vereine. Das Konzept des Festjahres umschrieb das Stadtoberhaupt folgendermaßen: „Die Menschen, die ja die 1200 Jahre Mainburg ausmachen, sind uns wichtig.“

Daran knüpfte Alexander Herzog in seiner Vorstellung des Festakts an, der am 24. Juli ab 18 Uhr auf dem Marktplatz geplant ist. Der Chef einer regionalen Veranstaltungsagentur hat laut Bürgermeister den Ablauf des Festakts konzipiert. „Wir wollen das Wir-Gefühl stärken.“ Sichtbar werden solle das mit einer Menschenkette, gebildet von Mainburger Bürgerinnen und Bürgern, durch die Altstadt.

Ein besonderes Lied soll in Mainburg erklingen

Ein musikalisches Ausrufezeichen will der Mainburger Musiker Ritsch Ermeier setzen. Herzog sprach davon, dass der einen Klassiker der Musikgeschichte bearbeiten wird, so dass der auf Mainburg passe. Außerdem bemühe man sich um ein Mitglied aus dem Bayerischen Kabinett als Redner für den Abend. Zugesagt haben laut Herzog neben dem Bürgermeister mittlerweile der Oberbürgermeister der Partnerstadt Landshut und Landrat Martin Neumeyer.

Eingebunden ist der Festakt in ein um zwei Tage verlängertes Altstadtfest, das diesmal zwischen 23. und 27. Juli terminiert ist. Die Mitorganisatoren von den beteiligten Veranstaltungsagenturen Melanie Hofstetter und Markus Stanglmair sprachen von einem umfangreichen und bunten Programm, das jeweils von den Nachmittagsstunden bis spät in die Nacht andauern soll.

Der Gedanke des Zusammenhalts spiele dabei auch eine Rolle. So ist gleich für den Start am 23. Juli ab 17 Uhr eine After-Work-Party mit DJ vorgesehen. Grundsätzlich soll Musik laut Hofstetter eine große Rolle spielen. Sie kündigte hochkarätige Bands an, bei denen das Publikum keinesfalls Eintritt zu bezahlen habe. „Wir müssen den Leuten ja etwas bieten.“ Das gehe am 23. Juli schon mit dem Auftritt vom Keller Steff mit seiner Big Band los. An den folgenden Tagen treten demnach Größen des Italo-Pop und Austro-Pop auf sowie eine Bon-Jovi-Coverband.

Die besten Straßenmusiker werden ausgezeichnet

Ausgerufen hat die Stadt in Zusammenarbeit mit Ehrmeier und dem Bündnis Bunte Hallertau einen Straßenmusikerpreis. Dafür können sich Interessierte noch bis zum 21. Mai bei der Stadt bewerben. Eine Fachjury soll dann vier Formationen auswählen, die am 26. Juli ab 17 Uhr in der Innenstadt auftreten sollen. Das Publikum soll dabei den Sieger bestimmen, der als Preis 500 Euro und einen Auftritt auf der Hauptbühne des Altstadfestes im Jahr 2026 zu erwarten hat. Der Preis soll an diesem Tag um 20 Uhr verliehen werden. Außerdem wird am Christlberg eine Newcomer-Bühne aufgebaut, für die sich jederzeit Interpreten bei der Stadt melden können.

Stanglmair betonte, dass die Mainburger Vereine ein zweites wichtiges Standbein für die fünf festlichen Tage sind: Die Schüsselhausser Schützen bieten mehrmals in den Räumen des Seidlbräu ein Schnuppertraining mit dem Lichtgewehr an. Der Trachtenverein führt am 26. Juli ab 16 Uhr am Marktplatz Tänze auf. Der LSK bietet um 18 Uhr am Christlberg eine Theateraufführung. Von 15 bis 21 Uhr steht beim Griesplatz der Kletterturm des Alpenvereins. Etwa zur selben Zeit findet eine Naturwanderung, organisiert vom Bund Naturschutz, statt. Treffpunkt ist beim Fitnesspark Köglmühle.

Am 27. Juli ab 11 Uhr tanzen die Schäffler am Marktplatz. Die Schachabteilung des TSV bietet von 13 bis 17 Uhr vor dem Lokal Galerie Großschach und Simultanschach an. Am Volksfestplatz bieten ab 11 Uhr Motorradclub und Verkehrswacht Sicherheitstrainings auf dem Volksfestplatz an.

Das gesamte Programm der Feierlichkeiten in Mainburg

Die gesamte Vielfalt des Programms, darunter eine historische Gruppe, eine Bierstraße, Attraktionen für Kinder und Sportliches, findet sich auf der Internetseite www.mainburg.de/1200 Jahre und in der Festschrift, die ab kommender Woche laut Cornelia Kroiss von der Stadtverwaltung in Mainburger Geschäften kostenlos aufliegt. Darin ist nach ihren Worten auch ein kompletter Terminkalender der Mainburger Vereinswelt für 2025 zu finden. Außerdem ist dort ein kleiner historischer Abriss zu lesen - und Aussagen von Mainburgern, die bei der Umfrage „Was gefällt mir an Mainburg“ mitgemacht haben.

Die erste historische Erwähnung der Stadt, auf die sich das Jubiläumsfest gründet, stammt laut Historikerin Claudia Erdenreich vom 30. April 825. Darin geht es um eine Schenkung eines Guts aus Schleißbach, einem heutigen Stadtteil Mainburgs, an das Hochstift Freising. Erdenreich hat zum Anlass eine historische Abhandlung verfasst, die in Mainburger Büchergeschäften zum Preis von fünf Euro erhältlich ist.

Bereits am 16 . und 17. Mai gibt es ein weiteres Jubiläum: Die Stadtbibliothek feiert laut Christoph Kempf von der Stadtverwaltung 70 Jahre. Am 16. Mai bietet laut einer Bekanntmachung der Stadt Clown Toni Toss ab 16 Uhr eine unterhaltsame Show. Am 17. Mai gibt es von 12 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür. Dabei kommt das Puppentheater Sonnenschein um 14 und 16 Uhr mit zwei verschiedenen Aufführungen nach Mainburg. Fairtrade, Unicef und der Kindergarten Sonnenschein sorgen für das leibliche Wohl.