CSU: Peter Hollweck aus Deining will Bürgermeister in Berching werden

Nachdem Bürgermeister Ludwig Eisenreich im April verkündete, bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr zu kandidieren, brodelte die Gerüchteküche. Jetzt lässt die CSU Berching die Katze aus dem Sack. Warum sie keinen Berchinger ins Rennen schickt und wie Hollweck seine Chancen sieht.
In einer Pressemitteilung verkündet der Vorstand des CSU-Großgemeindeverbandes Berching, dass er Peter Hollweck, den Dritten Bürgermeister Deinings, als Kandidaten für den Chefposten im Berchinger Rathaus vorschlägt. Dies sei zusammen mit den CSU-Ortsvorsitzenden der Großgemeinde entschieden worden.
„Ich freue mich sehr, dass sich Peter Hollweck bereiterklärt hat, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren“, wird Thomas Frölich, Vorsitzender des CSU-Großgemeindeverbandes Berching, in der Pressemitteilung zitiert. „Mit seiner langjährigen Erfahrung als Kreisrat, Gemeinderat und Dritter Bürgermeister unserer Nachbargemeinde bringt er hervorragende Voraussetzungen für dieses Amt mit.“
CSU Berching schickt erneut einen Nachbarn ins Rennen
Doch warum schickt die CSU nach dem Obermässinger Ludwig Eisenreich erneut einen Kandidaten aus einer anderen Gemeinde ins Rennen? Hat die CSU keinen Berchinger gefunden? Frölich sagt dazu auf Nachfrage unserer Zeitung lediglich: „Von den potenziellen Kandidaten, die bereit waren, sich zur Verfügung zu stellen, hat Peter Hollweck den Vorstand des CSU-Großgemeindeverbandes und die Ortsvorsitzenden überzeugt, dass er der richtige ist.“
Für die CSU sei entscheidend, die laufenden und künftigen Projekte in der Großgemeinde erfolgreich umzusetzen. Die 23-jährige kommunalpolitische Erfahrung sowie das bekannte Engagement von Peter Hollweck würden dies sicherstellen.„Der CSU-Großgemeindeverband ist überzeugt, mit ihm einen kompetenten und bürgernahen Kandidaten vorschlagen zu können.“
Ich werde im Wahlkampf Gas geben.
Peter Hollweck
Hollweck selbst sagt, dass er große Lust habe, Bürgermeister zu werden. Auch in Deining hätte er sich das 2020 vorstellen können, als es darum ging, einen Nachfolger für Alois Scherer zu finden. „Mit Peter Meier haben wir aber einen Top-Bürgermeister gefunden“, sagt Hollweck, der im Kreistag sitzt, seit 23 Jahren im Gemeinderat Deining mitarbeitet und aktuell dort Dritter Bürgermeister ist.
Ein Deininger will Bürgermeister in Berching werden
Jetzt ist sein Ziel, Bürgermeister in Berching zu werden – auch wenn er sich als Auswärtiger in der Außenseiterrolle sieht. „Aber ich werde im Wahlkampf Gas geben“, verspricht der 52-Jährige. Dafür will der Selbstständige im August oder September in seiner Firma aussteigen. Dann kümmert sich vorübergehend Bruder Willibald weiterhin um die Projektierung für Windkraftanlagen. Wie lange, hängt vom Wahlausgang im März 2026 ab. Wenn Hollweck Bürgermeister werden würde, möchte er die Bürger bei Entscheidungen mitnehmen und das Ehrenamt stärken, sagt Hollweck, der verheiratet ist und zwei Kinder hat.
Berchings CSU-Mitglieder nominieren am 11. Juli Kandidaten
Bevor er am 8. März überhaupt antreten kann, müssen ihn die CSU-Mitglieder in einer Aufstellungsversammlung wählen. Auch wenn der Vorstand nun einen Vorschlag gemacht habe, liege die endgültige Entscheidung bei den Mitgliedern, betont Frölich. Diese sollen am 11. Juli über den Bürgermeisterkandidaten entscheiden.