So ist das Klinikum Neumarkt auf einen Stromausfall vorbereitet

Der lange Stromausfall in Spanien und Portugal hat auch hierzulande die Frage aufgeworfen: Wie ist man auf eine solche Situation vorbereitet? Beispielsweise in einer der wichtigsten Einrichtungen des Landkreises Neumarkt: das Klinikum. Das Ergebnis: Es geht um mehr als nur Notstromaggregate.
Das Krankenhaus, das jährlich rund 22 000 Patienten stationär und rund 47 000 ambulant versorgt, hat vorgesorgt. Wie das Klinikum erklärt, sollen zwei Dieselaggregate mit einer Leistung von 800 Kilowatt bzw. 640 Kilowatt im Ernstfall Strom liefern. Jedes Aggregat hat einen Tagestank mit 1000 Litern. Zudem gibt es einen Vorratstank mit 5000 Litern.
Die Notstromversorgung könne für rund 35 Stunden gewährleistet werden, sagt das Krankenhaus. Danach müssten die Tanks wieder befüllt werden.
Beatmungsgeräte brauchen Strom ohne Unterbrechung
Im Fall einer Notstromversorgung werden alle sicherheitsrelevanten Bereiche und Geräte weiter mit Strom versorgt. Weniger wichtige Systeme wie zum Beispiel die Verwaltungsräume werden ausgespart.
Damit allein ist es aber nicht getan, wenn sich ein Krankenhaus auf einen längeren Blackout vorbereiten muss. Denn nach einem Netzausfall dauere es rund acht bis zehn Sekunden, bis die Notstromaggregate ansprängen und wieder Strom zur Verfügung stellen könnten, erklärt das Klinikum Neumarkt. Für lebenswichtige Geräte wie beispielsweise Beatmungsgeräte ist das aber nicht akzeptabel.
Ein batteriegestütztes zentrales Stromversorgungssystem versorgt daher die Intensivstation und andere Bereiche (OP-Säle, Kreissaal, Herzkathederlabor, Urologie usw.) unterbrechungsfrei mit Strom, bis die Notstromaggregate Energie liefern.