Brand beim Winkler Bräu in Lengenfeld: Feuerwehrmann in Zivil wird zum Helden

Von Markus Rath, Wolfgang Schön · 9. Mai 2025 um 12:23

Alarm bei Feuerwehr und Rettungsdienst: Um 9.17 Uhr hat die Brandmeldeanlage im Gutshotel Winkler Bräu in Lengenfeld (Velburg/Landkreis Neumarkt) ausgelöst. Es folgte ein Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Doch schon bevor die Einsatzkräfte vor Ort waren, griff ein Feuerwehrmann in Zivil ein.

Durch einen Zufall sei ein Handwerker, der auch seit vielen Jahren aktiver Feuerwehrmann ist, bei einer Baustellenbesprechung vor Ort gewesen, berichtet der Velburger Bürgermeister Christian Schmid, der selbst schon viele Jahre bei der Feuerwehr aktiv ist. Der Mann habe sich als, die Brandmeldeanlage auslöste, schnell einen Überblick verschafft und den Brand dann mit einem Feuerlöscher bekämpft. „Damit hat er als Ersthelfer dem Betreiber vor einem deutlich größerem Schaden bewahrt“, sagte Schmid der Mediengruppe Bayern. Sein Einsatz habe dazu geführt, dass der Brand glimpflich ausging.

Denn ursprünglich waren die Einsatzkräfte anfangs noch davon ausgegangen, dass es mindestens eine verletzte Person gibt. „Das hat sich aber nicht bewahrheitet“, sagte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) Parsberg, Rainer Hirschmann. Nachdem sich der Brand auf ein Zimmer beschränkte, konnten einige der alarmierten Feuerwehren schon kurz nach dem Eintreffen am Unglücksort wieder abrücken.

Brandfahnder der Polizei verschaffen sich Überblick

Erste Erkenntnisse deuteten laut Hirschmann auf einen technischen Defekt in der Belüftungsanlage hin. Diese habe innerlich gebrannt. Da sehr viel Kunststoff verbrannt und verschmort sei, habe es eine starke Rauchentwicklung gegeben, die dann auch die Brandmeldeanlage ausgelöst habe. Ein Brandermittler der Kriminalpolizei Regensburg war vor Ort und bestätigte den technischen Defekt bestätigen.

Nachdem vorsorglich eine hohe Alarmstufe ausgelöst wurde, waren sehr viele Rettungskräfte als Absicherung vor Ort. - Foto: Werner Sturm

Durch den Brand sei ein Sachschaden von rund 60.000 Euro entstanden, das Hotelzimmer sei nicht mehr bewohnbar und müsse komplett renoviert werden. Weitere Räume des Hotels seien aber nicht beeinträchtigt, der Betrieb in Hotel und Gaststätte sei inzwischen wieder aufgenommen worden.

Hotelpersonal und Feuerwehr reagieren vorbildlich

„Es ist zwar nicht schön, wenn so etwas passiert, aber wenn es passiert, ist es gut, dass es so abläuft“, sagte Winkler Bräu-Geschäftsführer Georg Böhm gegenüber der Mediengruppe Bayern. „Es hat alles geklappt, wie bei einer Übung.“ Das Personal habe, als der Feueralarm auslöste, routiniert und vorbildlich reagiert und alle notwendigen Schritte eingeleitet. Auch die Feuerwehr sei sehr schnell vor Ort gewesen. Das Hotel sei zügig, aber geordnet evakuiert worden. Hier zahle es sich aus, dass die Feuerwehr regelmäßig – einmal im Jahr – beim Winklerbräu eine Übung abhält. So habe jeder sofort gewusst, was zu tun ist.

Auch Bürgermeister Schmid, der von einem Termin im Landratsamt sofort an die Einsatzstelle eilte, lobte den Einsatz der Rettungskräfte als vorbildlich. „Hier zahlt es sich im Ernstfall aus, dass Hotelbetreiber und Feuerwehr ständig in Kontakt sind“, sagte er.