Großeinsatz bei Metzgerei Wolf in Schwandorf beendet – Notruf entpuppte sich als Falschmeldung

Ausnahmezustand herrschte auf dem Gelände der Großmetzgerei Wolf in Schwandorf. Am Freitag gegen 10 Uhr eilten zahlreiche Polizeistreifen zur Produktionsstätte Am Ahornhof. Die Beamten waren teils schwer bewaffnet. Es wurde eine akute Bedrohungslage gemeldet. In ersten Berichten war von bis zu 20 bewaffneten Tätern die Rede. Inzwischen ist der Einsatz beendet, die Polizei konnte Entwarnung geben.
Nach einer kurzen Lagebesprechung vor Ort durchkämmte die Polizei das weitläufige Gelände und die Produktionshallen. Polizeisprecher Dominik Lehmeier konnte dann nach kurzer Zeit beruhigen. Die Bedrohung habe in der zunächst gemeldeten Form nicht stattgefunden. Es waren definitiv keine 20 bewaffneten Männer vor Ort. „Zu einer Gefährdung der Bevölkerung und der Mitarbeiter kam es zu keiner Zeit“, so Lehmeier.
Den ausführlichen Bericht zu dem Großeinsatz bei der Schwandorfer Metzgerei Wolf lesen Sie hier





Der Einsatz der Polizei war mit der ersten Entwarnung aber noch längst nicht beendet. Man wollte zu 100 Prozent sicher gehen, dass nicht doch noch irgendwo eine Bedrohung vorherrscht. Außerdem klärte man, wie es zu der Erstmeldung kommen konnte.
Mitarbeiter setzte Notruf in psychischem Ausnahmezustand ab
Mittlerweile konnte die Polizei Licht ins Dunkel bringen. Ein Mitarbeiter der Metzgerei, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hatte, habe offenbar den Notruf abgesetzt. Das teilte Corinna Wild, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz, gegen 11.30 Uhr vor Ort mit. Die zunächst gemeldete Bedrohungslage hatte sich also als Falschmeldung entpuppt.
Gegen 11.45 Uhr verließen die letzten Streifen das Firmengelände. Was nun mit dem Mitarbeiter passiert, der den Notruf abgesetzt hat, ist noch unklar.