Regensburger Bischof über Begegnungen mit Papst Leo XIV.: „Ein Mann mit Leitungserfahrung“

Von Philip Hell · 8. Mai 2025 um 23:25

Nur wenige Stunden, nachdem sich der neue Papst Leo XIV. der Welt präsentiert hatte, trat auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer im Dom St. Peter vor die Gläubigen und verkündete: „Habemus Papam“. Rund 150 Menschen kamen am Donnerstagabend zusammen, um Gott für die schnelle Wahl des neuen Kirchenoberhaupts zu danken und für ihn zu beten. Im Rahmen der Dankandacht sangen auch die Domspatzen. Der weltberühmte Chor war direkt von einem Empfang der Stadt zu seinem 1050. Geburtstag in den Dom gekommen.

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Bischof Voderholzer richtete eine kurze Ansprache an die Gläubigen – und beschrieb ihnen dabei seine Begegnungen mit Robert Francis Prevost, dem neuen Papst Leo XIV.. Beide sind Mitglied im Dikasterium für die Glaubenslehre. Eine Behörde der Kirche, deren Aufgabe es ist, die Glaubens- und Sittenlehre zu fördern. Sympathisch, ja beinahe jugendlich, wirke der neue Papst, sagte Voderholzer. Er habe den Amerikaner einige Male getroffen. „Er ist ein sehr besonnener, ein stiller, bescheidener, aber hochgescheiter Mann.“

Regensburger Bischof Voderholzer spricht von Zeichen in Richtung Amerika

Leo XIV. verfüge über breite Erfahrung. Er sei ein Wissenschaftler, aber auch ein Seelsorger. „Er ist ein Mann mit Leitungserfahrung, in Rom, in Nordamerika, vor allem aber in Südamerika“, sagte Voderholzer über den neuen Pontifex, der lange Jahre in Peru wirkte. Die Wahl dieses Mannes sei ein Zeichen in Richtung des amerikanischen Kontinents. „Man kann die Weisheit der Kardinäle, geführt vom Heiligen Geist, nur immer wieder neu bewundern für die Überraschungen, die sie uns bieten.“

Voderholzer ging auch auf die Lebensstationen des neuen Papstes ein – und thematisierte dabei auch dessen Namen. „Dahinter steht vermutlich auch ein Programm, er wird es uns selbst erläutern“, sagte Voderholzer. Ihm fielen allerdings drei Aspekte ein, die mit Päpsten verbunden seien, die den Namen Leo in der Vergangenheit trugen: die soziale Frage, die Weltmission und der Frieden. Voderholzer erinnerte an Papst Leo XIII., der 1903 verstarb. Dieser habe die Rolle des Vatikan als neutraler Vermittler in internationalen Konflikten profiliert. „Ein großer Papst, an den nun der neue anknüpft.“

Bischof Voderholzer: „Beten wir für die Einheit der Kirche und den Frieden in der Welt“

Er wünsche dem neuen Pontifex viele Jahre fruchtbaren Wirkens für die weltweite Kirche, sagte Voderholzer. „Beten wir für ihn, dass Gott durch ihn gnadenvoll wirken möge für die Einheit der Kirche und den Frieden in der Welt.“ Die Gläubigen applaudierten für die Ansprache des Bischofs und beteten im Anschluss für den frisch gekürten Papst.