Pfarrer i. R. Raimund Arnold „im Stich gelassen“? – Pfarrer Albert Hölzl hält Klarstellung für nötig

Von Martin Hladik · 8. Mai 2025 um 11:00

„Um Pater Anish und mir und uns allen künftig eine Situation wie im Gottesdienst am 27.04.2025 in Ast zu ersparen, möchte ich folgendes klarstellen: Weder Pater Anish noch ich haben Pfarrer i. R. Raimund Arnold ‚im Stich gelassen‘! “ So schreibt Pfarrer Albert Hölzl im aktuellen Pfarrbrief. Gemeint ist damit ein Problem um die Leitung der Messe am letzten Sonntag im April in Ast.

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Nach unseren Recherchen hatte damals der 96-jährige Ruhestandspfarrer Arnold die Messe sehr kurzfristig übernommen. Gegenüber unserer Zeitung sagte Arnold, dass er bei Messen nur konzelebriere, aber sie nicht mehr selber leite. Deswegen sei er überrascht gewesen, die Messe halten zu müssen. Allerdings war die telefonische Verständigung mit dem 96-Jährigen bei der Nachfrage wegen Hörproblemen sehr schwierig. Der Ruhestandspfarrer wird heuer sein 70. Priesterjubiläum feiern.

Ganz anders sieht die Situation Albert Hölzl, der Pfarrer des großen Pfarreienverbandes Waldmünchen, Treffelstein und Tiefenbach. Im Pfarrbrief schildert er, dass von Anfang an kommuniziert gewesen sei, dass Pfarrer Arnold die Messen in Ast halten kann, wenn er dies wolle und es ihm gesundheitlich möglich ist. Wenn nicht, hätte es nur eines Anrufes bei ihm oder bei Pfarrer Anish bedurft, dann wären sie „als Feuerwehr“ eingesprungen, heißt es im Pfarrbrief.

Auf unsere Nachfrage bestätigte Hölzl, dass er und Anish sich grundsätzlich an den Messtagen in Ast bereitgehalten haben, um einzuspringen. Künftig würde einer von ihnen vor Ort sein, um die Messe zu halten, wenn dies Pfarrer Arnold nicht selber mache. Dann werde der zweite Geistliche konzelebrieren oder die Messe im Volk mitfeiern.

Er habe im Pfarrbrief auf das Problem reagieren müssen, weil sich Arnold öffentlich so geäußert habe und er in der Gemeinde, aber auch von Kommunionkindern darauf angesprochen worden sei, warum er Pfarrer Arnold im Stich lasse. Das sei eben nicht der Fall, betont Hölzl.