Riesen-Graffiti an der Steinernen erinnert an Befreiungstag – Stadt Regensburg zahlt die Zeche

Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. An diesem Donnerstag vor exakt 80 Jahren kapitulierte die Wehrmacht. Der Zweite Weltkrieg, angezettelt von den Deutschen, endete. Dieser Jahrestag wird vielerorts gefeiert. Unbekannte haben das Jubiläum nun genutzt, um die Steinerne Brücke zu beschmieren – der Stadt wird das teuer zu stehen kommen.
In großen roten Lettern steht dort: „8. Mai 1945“ und „Stoppt Faschismus + Krieg!“ Dazwischen prangt ein roter Stern. Die Stadt hat das Graffiti am Mittwochmorgen entdeckt, teilt Sprecherin Katrin Holzgartner auf MZ-Anfrage mit. Der Schriftzug werde so bald wie möglich entfernt – billig wird das allerdings nicht. „Aufgrund des Ausmaßes und der Lage der Schmierereien werden sich die Kosten der Beseitigung im mittleren vierstelligen Bereich befinden.“
Stecken Linksextremisten hinter dem Graffiti in Regensburg?
Wer hinter dem Graffiti steckt, ist bislang unbekannt. Rund um die Steinerne Brücke – beispielsweise an der Eisernen Brücke – sind in der Vergangenheit immer wieder ähnliche Schriftzüge aufgetaucht. Stets handelte es sich dabei um große, rote Lettern. Die „Freie Deutsche Jugend“, eine kommunistischen Organisation, fällt immer wieder durch ähnliche Parolen auf. Die FDJ hat seit Jahren einen Stammplatz im bayerischen Verfassungsschutzbericht. Ob die Kommunisten hinter dem neuerlichen Graffiti an der Steinernen stecken, bleibt indes offen.
Klar ist: Die Steinerne Brücke ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder zum Ziel von Schmierereien geworden. Im Januar tauchten Anti-AfD-Schriftzüge auf. Wenige Tage später wurden diese wiederum großflächig mit schwarzer Farbe übermalt.
Graffitis: Regensburger Planungsreferent schlägt Alarm
Die Graffitis beschäftigen auch die Stadt. Planungsreferent Florian Plajer schlug unlängst bei einer Sitzung des Sicherheitsbeirats Alarm. „Es war in den letzten Jahren so, dass historische Bauwerke verschont worden sind“, sagte Plajer. Das habe sich inzwischen geändert. Die Stadt könne die entstandenen Schäden zwar über Versicherungen abwickeln. Allerdings binde der Vandalismus Kräfte und die Graffitis wirkten sich negativ auf das Stadtbild aus, bis sie entfernt werden.

Dieser Trend scheint sich fortzusetzen. Laut Stadtsprecherin Holzgartner wurden erst in dieser Woche Graffitis an der Steinernen Brücke entfernt. Jemand hatte das Bruckmandl beschmiert.