SSV lässt Köln verzweifeln: So bewertet die MZ die Leistungen der Regensburger Profis gegen den „Effzeh“

Von Lukas Götz · 4. Mai 2025 um 15:58

Das 1:1 (0:0) des SSV Jahn Regensburg beim 1. FC Köln am Samstagabend besiegelte zwar den Abstieg der Regensburger, war aber dennoch ein positiver Start der Abschiedstournee aus der 2. Fußball-Bundesliga. So bewertet die MZ die Leistungen der Jahn-Profis beim Remis.

Pollersbeck: 3 – Zeigte ein stabiles Spiel. Direkt nach zwei Minuten hellwach, als Leopold Wurm ihn zu einer Parade zwang. Beim präzise gesetzten Kopfball zur Kölner Führung gegen seine Laufrichtung machtlos.

Wurm: 3 – Ließ sich vom frühen Schreck durch das Fast-Eigentor nicht beirren und spielte abgeklärt seinen Part in der Innenverteidigung.

Ballas: 2,5 – Im Zentrum der Dreierkette wieder absoluter Anker der Defensive. Ging mit seiner Kopfball- und zweikampfstärke voran und hielt den Laden hinten über weite Strecken zusammen.

Ziegele: 3,5 – Ebenso solide, ließ sich aber beim Tor durch Lemperle zu leicht von diesem abschirmen und kam dann nicht mehr ins Kopfballduell. Verhinderte dann aber mit einer Klärungsaktion gegen Rondic auf der Torlinie einen höheren Rückstand.

Ananou: 4 – Bekam von Coach Andreas Patz den besonderen Einsatz bei seinem Jugendverein, wusste aber nicht wirklich zu überzeugen. Nach vorne traute er sich kaum mal etwas zu, nach hinten tat er, was er tun musste, aber ohne zu glänzen.

Handwerker: 3,5 – Wenn mal etwas nach ging, waren meist seine Standards beteiligt. So bei der resten guten Jahn-Chance von Sebastian Ernst und auch bei der Situation, an deren Ende unglücklicherweise kein Handelfmeter stand.

Kühlwetter: 3,5 – Anfangs nicht immer sattelfest nach hinten, kämpfte sich aber wortwörtlich in das Spiel. Ein solider Gesamtauftritt war es allemal.

Ernst: 3 – Hinterließ wieder einen guten Eindruck. Zog im Mittelfeld die Fäden und scheiterte mit einem wuchtigen Schuss am gut reagierenden Kölner Schlussmann Schwäbe.

Hein: 3,5 – Hatte mit einem satten Schuss kurz vor der Halbzeit ebenfalls eine gute Jahn-Chance. Wechselte zur Mitte der zweiten Halbzeit dann auf die rechte Schiene, wo er seinen Teil dazu beitrug, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Ließ aber vor der Großchance von Rondic auch Linton Maina in seinem Rücken entwischen.

Ganaus: 2,5 – Nutzte im Stile eines Torjägers seine erste Möglichkeit direkt zum Treffer. Seinen Kopfball parierte Schwäbe zwar noch, doch im Nachschuss belohnte Ganaus sein Team für den Kampf.

Hottmann: 4 – Kampf und Leidenschaft waren ihm nicht abzusprechen. Einzig: Stand am Ende laut Statistik ohne Torschuss oder Torschussvorlage da. Bei allem Kampfgeist Werte, an denen ein Stürmer eben auch gemessen werden muss.

Eingewechselt:

Viet (ab 68.):3,5 – Kam für Ananou, rückte aber auf die offensive Doppel-Zehn. Dort unauffällig, was aber auch der Tatsache geschuldet war, dass der Jahn ab dem Ausgleich kaum mehr hinten rauskam.

Suhonen (ab 68.):2,5 – Bereitete mit einer punktgenauen Flanke den Ausgleich durch Noah Ganaus vor. Danach sich nicht zu schade, auch nach hinten zu ackern.

Anm. d. Red.: Wir vergeben Schulnoten von 1 bis 6 mit Zwischennoten. Und wir bewerten nur Spieler, die mindestens 30 Minuten aktiv waren.