Altstadtsanierung in Neustadt a. d. Donau läuft ohne Probleme

Seit dem Frühjahr 2024 laufen Arbeiten zur Sanierung der Altstadt innerhalb des Stadtwalls. Mittlerweile ist einiges geschehen, mehrere Quartierstraßen sind schon fertig, bei anderen geht es erst jetzt richtig los. Wir werfen einen Blick auf die Großbaustelle.
Derzeit laufen Arbeiten an mehreren Stelle in der Altstadt, Baumaschinen sind regelmäßig auf der Herzog-Ludwig-Straße unterwegs. Sie bringen Material vom Lagerplatz beim Stadion zu den verschiedenen Einsatzorten. In die Rentamtsstraße liefern sie vor allem Sand und Pflastersteine: Denn die Pflasterleger sind in diesen Tagen dort zu Gange. Dort sollen diese Arbeiten laut Stadtverwaltung noch bis in den Juni hinein andauern. In dem Bereich, der in den Stadtplatz einmündet, werden gerade Flossenbürger Granitsteine verlegt.
Bewusst hat man sich seitens der Stadt für ein regionales Produkt entschieden. Allerdings ist die Wahl wie berichtet auch deshalb auf diese Sorte gefallen, weil es nicht so rutschig ist wie die Steine, die vor einigen Jahren rund um das Rathaus verlegt worden sind. Mehrfach hat dies schon aufgeraut werden müssen.
Neues Erscheinungsbild der Neustädter Innenstadt
Solche Beschwerden sind aus den Bereichen der Stadt, in denen das neue Pflaster schon verlegt ist, etwa in der Dr- Balster-Straße, bisher nicht laut geworden. Das gilt auch für den Teil der Rentamtsstraße, der in die Herzog-Ludwig-Straße einmündet. Dort ist das neue Erscheinungsbild, das bis Ende des Jahres alle Altstadtquartiere erhalten sollen, schon gut zu erkennen.
Der helle Flossenbürger Granit setzt sich deutlich von der Wasserrinne ab, die mittig in etwas dunklerem Stein gehalten ist. Einige Meter von der Einmündung in die Herzog-Ludwig-Straße entfernt ist eine Fläche, die mit kleineren, dunkleren Pflastersteinen belegt ist. Damit ist auch hier der Stellplatz gekennzeichnet, den es dort auch schon früher gab. Auf der damaligen Asphaltfläche markierten weiße Farbstriche den Platz.
Wie gesagt ist es exakt der eine Stellplatz, den es in diesem Bereich schon vor dem Start der Sanierungsmaßnahmen gegeben hat. Zahlenmäßig soll sich nichts ändern an den vorgehaltenen Parkplätzen. „Wir haben erreicht, dass wir alle Parkplätze wieder unterbringen“, sagte Memmel bereits vor geraumer Zeit dieser Zeitung.
Arbeiten in Neustadt a. d. Donau liegen im Zeitplan
Es gibt weitere gute Nachrichten: „Die Arbeiten im Rahmen der Innenstadtsanierung verlaufen derzeit planmäßig. In allen vier Quadranten wird aktuell parallel an unterschiedlichen Maßnahmen gearbeitet“, heißt es auf Nachfrage aus der Presseabteilung der Stadtverwaltung. Eine Unterbrechung während der Sommermonate ist nicht vorgesehen. Das ist dann auch ein Kompliment für die Baufirma aus Abensberg. Hat die doch mit der Abensbrücke dort eine zweite Großbaustelle zu stemmen.
Anders als in der Rentamtsstraße sind in der Krebsturmgasse noch Bagger im Einsatz. Mit Absperrungen versehene Bereiche zeigten, dass dort noch Arbeiten im Untergrund laufen. So mancher Anwohner wird hoffen, dass dies bald zu Ende ist, um zumindest fußläufig ohne Komplikationen sein Haus oder seine Wohnung zu erreichen.
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Schon im Vorjahr hat Memmel um Verständnis für diese Situationen geworben. Immerhin galt und gilt es, auch die Infrastruktur unter dem Straßenniveau auf Stand zu bringen. Kanal- und Wasserleitungsrohre waren zu reparieren oder gleich neu zu verlegen. Außerdem sollen Rohre für Glasfaserleitungen in den Boden. In der Krebsturmgasse geht es laut Bürgermeister auch um Fernwärme und DSL. Ähnliche Arbeiten laufen derzeit dazu im Bereich Zur Veste hinter dem Storchenwirt. Bis in den Juni hinein soll das laut Stadtverwaltung beendet sein - genau so wie in der Lugausgasse und der Löwengrube.

Ganz anders sieht es derzeit wiederum in der Pfarr- und der Rambaldistraße aus. Dort ist die alte Asphaltdecke entfernt, der pure Erdboden ist zu sehen. Noch ist es sowohl für Autos als auch Radfahrer oder Fußgänger sehr rumpelig. Ein glatter Fahrbahnbelag sieht sicherlich anders aus. Die beiden Straßen sind eben noch deutlich sichtbar eine Baustelle. Erst in den kommenden Wochen sollen die Bauarbeiter dort beginnen, eine neuen Straßenuntergrund aufzubauen, bevor dort dann auch Pflastersteine verlegt werden.
Ein Blick zurück
Die Altstadtsanierung begann im Frühjahr 2014. Der Umbau startete seinerzeit rund um die Pfarrkirche St. Laurentius. Ein Jahr später ging es auf der Seite des Neustädter Rathauses mit den Arbeiten weiter. Ein Resultat der Maßnahme ist auch die barrierefreie Innenstadt. Wichtig sind dem Bürgermeister und dem Stadtrat bei der Innenstadtsanierung mehrere Faktoren – zum Beispiel, dass die Straßen in den Quartieren Spielstraßen werden. Autofahrer dürfte das nicht vor allzu hohe Herausforderungen stellen, handelt es sich doch bei den Verkehrsflächen in den Quartieren um ausgesprochene Nebenstraßen, in denen schnelles Fahren mit Autos ohnehin kaum möglich ist. Wichtig ist dem Stadtrat dies auch unter dem Aspekt, dass mehr Grün in die Stadt kommen soll. Bäume sollen Schatten spenden und als Wasserspeicher dienen. Alle Faktoren zusammen sollen die Lebensqualität in der Altstadt spürbar erhöhen.