Zeugin meldet Kennzeichen: Further Polizisten nehmen gesuchten Einbrecher fest

Eine couragierte Bewohnerin hat in Furth im Wald im Landkreis Cham einen mutmaßlichen Einbrecher beobachtet und damit seine Festnahme ermöglicht. Der 33-jährige Tscheche wurde am späten Dienstagabend nach kurzer Flucht von der Polizei gestoppt. In seinem Auto fanden die Beamten Aufbruchswerkzeug und Diebesgut.
Wie die Polizei berichtet, ist am späten Dienstagabend in Furth im Wald ein mutmaßlicher Einbrecher festgenommen worden. Eine 55-jährige Zeugin hatte gegen 23.00 Uhr verdächtige Geräusche im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses im Föhrenweg gehört und bemerkte wenig später aufgebrochene Kellertüren. Vor dem Haus sah sie einen Mann, der einen Bolzenschneider in den Kofferraum eines Autos mit tschechischem Kennzeichen legte und davonfuhr.
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Die Frau informierte umgehend die Polizei. Eine Streife der Polizeiinspektion Furth im Wald errichtete daraufhin eine Kontrollstelle beim Feuerwehrhaus Schafberg. Zehn Minuten später fuhr das beschriebene Fahrzeug in die Kontrollstelle. Am Steuer saß ein 33-jähriger Mann aus Pilsen.
Einbrecher mit Diebesgut und Drogen gestoppt
Im Kofferraum des Autos entdeckten die Beamten Aufbruchswerkzeug, auf der Rückbank lag ein neuwertiger E-Scooter. Der Mann wurde festgenommen und zur Polizei gebracht. Noch in der Nacht leitete die Polizei Ermittlungen ein. Im Keller des Hauses im Föhrenweg wurden Spuren gesichert. Offenbar hatte der Täter dort zwei Vorhängeschlösser mit einem Bolzenschneider durchtrennt. Gestohlen wurde dabei wohl nichts.
Am E-Scooter, den der Mann im Auto hatte, befand sich ein Versicherungskennzeichen. So konnte die rechtmäßige Besitzerin, eine Frau aus der Fichtenstraße, ermittelt werden. Ermittler stellten an ihrer Haustür frische Aufbruchsspuren fest. Sie erklärte, der rund 350 Euro teure E-Scooter habe zuvor im Treppenhaus gestanden.
Geständnis und weitere Taten im Stadtgebiet
Bei seiner Vernehmung zeigte sich der 33-Jährige geständig. Er räumte die Einbrüche im Föhrenweg und in der Fichtenstraße ein und erklärte, sein Handeln sei durch Crystal Meth beeinflusst gewesen. Das Werkzeug habe er bereits im Auto gehabt. Laut Polizei war der Mann 2024 schon einmal wegen schwerer Diebstähle verurteilt worden und saß vier Monate in Haft.
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Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde eine Blutentnahme durchgeführt, da der Mann unter Drogeneinfluss ein Auto geführt hatte. Außerdem besitzt er nach Angaben der tschechischen Polizei keinen Führerschein.
Weitere Einbrüche im Pastritzweg nachgewiesen
Wenige Tage nach seiner Festnahme meldeten sich weitere Geschädigte aus einem Mehrfamilienhaus im Pastritzweg. Auch dort waren Kellerschlösser mit einem Bolzenschneider durchtrennt worden. Gestohlen wurde offenbar nichts – allerdings wurde ein Schlüssel entwendet, der bei der Durchsuchung im Auto des 33-Jährigen gefunden wurde.
Der Tatverdächtige wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der noch am selben Abend Haftbefehl erließ. Der Mann sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.