Grün und bunt ist es in der Gärtnerei Hofmann in Furth im Wald – und das seit 130 Jahren

Von Volkmar Dimpfl · 28. April 2025 um 05:00

Die Gärtnerei Hofmann ist seit 130 Jahren in Furth im Wald (Landkreis Cham) ansässig. Dieses Jubiläum hat der Betrieb mit einem Wochenende der offenen Gärtnerei gefeiert. Am vergangenen Sonntagmorgen hatte die Familie Hofmann zur offiziellen Eröffnung der umgebauten Betriebsflächen eingeladen.

Seit 1894 gibt es den „Fischer-Gärtner“ in Furth im Wald. Ein Jahr später startete offiziell die Kunstgärtnerei von Michael Fischer, der das Geschäft damals von Arnschwang nach Furth im Wald umsiedelte. Und noch heute befindet sich die Gärtnerei Hofmann am gleichen Standort in der Bräuhausstraße. Die fünfte Generation betreibt das Geschäft inzwischen – Eva und Erich Hofmann sowie ihr Sohn Ludwig und seine Frau Melanie. Und mit den Kindern Maximilian und Elisabeth ist auch die 6. Generation schon zu erkennen. So kann die Familie das stolze Jubiläum von 130 Jahren Bestehen ihres Betriebs feiern.

Zum Auftakt der „Tage der offenen Gärtnerei“ hatte die Familie Hofmann Furth und Umgebung eingeladen. So kam neben Bürgermeister Sandro Bauer auch Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, der die Rolle des Schirmherrn für diese Veranstaltung übernommen hatte. Die Landesgartenschau war mit einem Infostand und einem Kartenvorverkauf vertreten. Daneben konnte Ludwig Hofmann Vertreter des Bayerischen Gärtnerei-Verbands, Stadtratsmitglieder, Kollegen von benachbarten Gärtnereien und der beim Umbau beschäftigten Firmen begrüßen.

In seiner Begrüßungsrede merkte man dem jungen Gärtnermeister deutlich die Freude darüber an, dass dieses große Projekt geklappt hat, vor allem aber auch die Begeisterung, die er für seinen Beruf empfindet. Ludwig Hofmann gab einen kurzen Überblick zur Entwicklung des Betriebs. Ein besonders wichtiger Termin war dabei der 11. Juni 2018. Nach einem Hagel waren nicht nur die meisten Pflanzen zerstört. Keine Glasscheibe der Gewächshäuser hatte das Unwetter überstanden. Die Familie hat aber nicht aufgegeben, sondern in die Zukunft investiert.

Seit Ludwig Hofmann 2021 in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist lag sein Fokus auf dem Umbau und der Modernisierung der Gärtnerei. Die Firmenphilosophie wurde stärker in den Vordergrund gerückt. Handwerk, Nachhaltigkeit und Regionalität sind sehr wichtig. Dazu gehört vor allem die Aufzucht der eigenen Pflanzen vom Samen an. Wert gelegt werde auch auf die Vermeidung von Abfall und die Nutzung von natürlichem Pflanzenschutz – basierend auf dem Einsatz von Nützlingen. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Ludwig Hofmann seinen Eltern Erich und Eva sowie seiner Frau Melanie, ohne deren Unterstützung und Engagement vieles nicht möglich sei. Landrat Franz Löffler erklärte in seinem Grußwort, dass er die Schirmherrschaft für dieses Jubiläum gerne übernommen habe. Schließlich basiere das Gärtnerhandwerk auf der Sorge um Lebensmittel. Vor 130 Jahren, als diese Gärtnerei gegründet wurde, hätten die Menschen noch viel mehr davon selbst produziert. Und es wäre auch heute nicht schlecht, wenn man wieder etwas mehr Wert auf die Eigenerzeugung legen würde. Es müsse nicht alles und jederzeit aus aller Welt verfügbar sein.

Bürgermeister Sandro Bauer kam in seinem Grußwort gleich auf die Landesgartenschau zu sprechen. Das Späth-Bräu-Gelände liegt der Gärtnerei ja genau gegenüber.

Hier gibt es eine eigene Ausstellungsfläche. Bauer wies darauf hin, dass sich Melanie Hofmann bereiterklärt hatte, diese Fläche ehrenamtlich zu betreuen. Dafür dankte ihr der Bürgermeister.

fvd

Im Gewächshaus grünt und blüht es.
Prominente Gäste: Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Sandro Bauer und Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Knoll
Auch der frühere Stadtarchivar Werner Perlinger trägt sich ins Gästebuch ein.
Juniorchef Ludwig Hofmann bei seiner Begrüßungsrede