Die achte Saison in Regensburg ruft: Constantin Ontl bleibt einer der Dauerbrenner bei den Eisbären

Es werden weniger und weniger Spieler, die Constantin Ontl das Wasser reichen können, was seine Zugehörigkeit zu den Eisbären Regensburg angeht. Jetzt ist fix, dass der stets mannschaftsdienliche Stürmer, der inzwischen seit 2018 345 Einsätze mit 91 Treffern und 124 Vorlagen auf dem Buckel hat, auch in eine achte Saison in der Oberpfalz gehen wird.
„Ich bin dankbar, dass mir der Verein solange das Vertrauen schenkt“, sagt Ontl. „Und das will ich weiter zurückzahlen.“ Als Urgestein fühlt er sich trotzdem nicht – kein Wunder, zur neuen Saison wird der 1,73 -Meter-Mann mit der Rückennummer 19 nach seinem Geburtstag am 9. August immer noch erst 27 Jahre alt sein. Dass er in der abgelaufenen Saison mit seinen zwölf Saisontoren der fünftbeste Torschütze im Eisbären-Team war, will er nicht überbewerten. „Ich halte es da ganz mit Nikola (Kapitän Gajovsky, d. Red.), der immer sagt, Statistik ist wie ein Bikini: Sie zeigt viel, aber nicht alles“, kommentiert Ontl das Zahlenwerk. „In der Meistersaison hatte ich eben eine defensivere Rolle. Lieber hätte ich so wenige Punkte wie da gemacht und wir hätten nicht Playdowns spielen müssen.“
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Schon in Bayreuth hatte er die Abstiegsrunde in der DEL 2 kennenlernen müssen. „Damals hatte ich mir geschworen, dass ich das nie wieder will. Aber jetzt reicht es endgültig“, sagt er und begründet: „Playoffs machen mehr Spaß. Playdowns sind eher das Gegenteil. Da geht es schließlich um Existenzen.“
Umso dankbarer ist Constantin Ontl, dass es mit dem Klassenerhalt geklappt hat. „Wenn du in die achte Saison gehst, weißt du, was wir für einen Weg hingelegt haben. Und weil wir einen Stamm hatten, der sich dessen bewusst war, hatten wir vielleicht auch einen Vorteil gegenüber Selb, wo das ja nicht der Fall war“, sagt Ontl über die entscheidende Runde der Abstiegsrunde. „Ich würde aber nie behaupten, dass man bei einem 4:0 auch viermal die bessere Mannschaft sein kann.“
Für Ontl gab es jedoch einen anderen Regensburger Pluspunkt: „Für mich waren die Fans mit der entscheidendste Faktor. Wir hatten immer über 4000 Zuschauer. Und dass 400 Fans dich bei der Abfahrt nach Selb am Stadion verabschieden, hab ich auch auf keinem Video bei einem anderen Verein gesehen. Hier sind die Leute eben füreinander da wie in einer Familie.“
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Schon jetzt betont Constantin Ontl, der sich gerne auch mal beim Angeln entspannt und auch den Sommer in Regensburg verbringt, die Vorfreude auf die neue Saison. „Diese Woche ist noch Pause, dann arbeiten wir nach dem Plan von unserem Athletiktrainer.“ Und in der neuen Saison gilt das Übliche: „Sportler spielen, um zu gewinnen. Ich hasse es zu verlieren. Für uns steht der Klassenerhalt im Vordergrund. Das, was danach kommt, ist umso schöner.“
Dass dabei der eine oder andere, auch langjährige Mitspieler fehlen wird, ist Constantin Ontl bewusst. Er sagt: „Wenn man lange miteinander gespielt hat, tut es weh, wenn jemand nicht mehr da ist.“