Nach einer Frustsaison nimmt Eigengewächs Christoph Schmidt bei den Eisbären Abschied

Von Claus Wotruba · 24. April 2025 um 18:00

Einer der Regensburger verlässt Regensburg: Der 23-jährige Christoph Schmidt, der zuletzt in der zweiten Eishockey-Liga aufs Abstellgleis geraten war, nimmt nach 227 Spielen im Eisbären-Trikot mit 14 Toren und 18 Vorlagen, Abschied aus seiner Heimat- und Geburtsstadt.

„Ich habe keine andere Möglichkeit mehr gesehen“, sagt Schmidt. „Ich war mit der Spielzeit nimmer so zufrieden – und auch nicht, wie mit mir umgegangen wurde.“

Am 23. Februar in Krefeld bestritt Christoph Schmidt das letzte seiner 45 Saisonspiele, am 7. Februar hatte er das letzte seiner fünf Saisontore gegen Dresden erzielt. „Ein Grund, warum ich nicht spiele, wurde mir nie gesagt“, beschreibt Schmidt die Kommunikation mit Peter Flache. „Wenn dich der Trainer abschreibt, ist das schon ein komisches Gefühl.“ In den Playdowns hatte Schmidt gar keinen Einsatz. „Bei Heimspielen war ich da, in Selb war ich auch mit dabei“, sagt Schmidt. „Ich habe halt damit leben müssen.“

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Wo er einen neuen Anlauf nimmt, will Christoph Schmidt noch nicht verraten. Es wird wohl in der Oberliga sein, wo ers ich unter Max Kaltenhauser im ersten DEL-2-Jahr der Eisbären in Deggendorf und vor allem Passau schon einmal Schwung holte, um dann einen festen Platz im Team zu erobern. „Es hätte auch in der DEL 2 noch Optionen gegeben. Aber ich wollte das vermeiden, was ich jetzt erlebt habe. Ich muss jetzt erst einmal Selbstvertrauen tanken, mir wieder Spielpraxis holen und auch wieder mehr Spaß finden. Die negativen Phasen haben diese Saison dann doch überwogen.“

Der Fokus bleibt für den Bankangestellten, der in der Raiffeisenbank Sinzing ein „sehr, sehr flexibles, familiäres“ berufliches Umfeld genießt („Das findet so man so kein zweites Mal“), aber weiter auf dem Sport. „Ich gebe mir schon noch ein paar Jahre, in denen Eishockey Priorität hat. Und vielleicht komme ich ja irgendwann auch zurück.“

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So bleiben die beiden Titel in der Oberliga und DEL 2, wo Schmidt im Meisterjahr zur vielgelobten vierten Reihe mit Yuma Grimm und Kevin Slezak gehörte, auch bei Christoph Schmidt auf ewig Höhepunkte. „Persönlich war mein Assist für Schembs (Andrew Schembri, d. Red.) in Memmingen zum Siegtor in Overtime ein Highlight. Beim DEL-2-Titel waren das die gesamten Playoffs, in der wir so eine familiäre Einheit waren.“