Ein Regensburger ist im Finale doch dabei: Yannick Drews spielt mit Dresden um Titel und Aufstieg

Und Regensburg steht doch wieder im Finale der DEL 2! Wenigstens ein kleiner Teil: Mit Yannick Drews spielt ein gebürtiger Regensburger, der 2017 mit 20 Jahren schon zum „Eisbär der Saison“ gewählt worden war, in seinem achten Zweitligajahr mit Dresdens Eislöwen um den Aufstieg in die erste Liga.
Davon träumen sie in Sachsen schon ziemlich lange, waren aber nie so nah dran wie vor dem Duell mit Ravensburg, das bereits dreimal (2011, 2019, 2023) die Zweitliga-Krone eroberte. Dazu kommt in Dresden die Meistererfahrung der Ex-Regensburger Tariq Hammond und Andrew Yogan.
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Über Ostern kristallisieren sich in den ersten drei Endspielen der Best-of-seven-Serie am Gründonnerstag und Oster montag (20 Uhr bzw. 18.30 Uhr) in Ravensburg sowie am Karsamstag (16 Uhr) in Dresden zumindest ein erster Trend heraus, wer auf einem guten Weg zu den nötigen vier Siegen zum Seriengewinn ist.
Bisher kein Heimsieger
Interessant an der Konstellation für Drews persönlich: 86 seiner inzwischen bereits 379 Zweitliga-Spiele bestritt der Mann, der in Dresden wie einst zuhause in Regensburg die Rückennummer 53 trägt, in zwei Spielzeiten zwischen 2019 und 2021 für Ravensburg. Davor spielte er in Bayreuth und Bad Tölz DEL 2, jetzt in der vierten Saison für Dresden. Interessant sind auch die bisherigen vier Vergleiche zwischen Dresden und Ravensburg, das als Vorrundendritter gegen den Hauptrundenvierten mit einem Heimspiel beginnt. „Jeder hat zwei Spiele gewonnen“, berichtet Yannick Drews und verweist auf ein Kuriosum. „Heimsieg gab es noch keinen.“
Interessant ist die Konstellation auch wieder für ganz Eishockey-Deutschland: Ein Dresden-Erfolg würde den sportlichen DEL-Absteiger Düsseldorfer EG in die Zweitklassigkeit schicken, ein Sieg der nicht aufstiegsberechtigten Ravensburger der DEG den Klassenerhalt ermöglichen, wie das bei den Augsburgern in den vergangenen beiden Jahren der Fall war.
Klar, dass Drews die Version, die erstmals ein DEL-Team zum Abstieg verdammen würde, besser gefällt. Für den Wahl-Sachsen ist es der Höhepunkt der bisherigen Karriere („Für Spieler, die es nicht ganz in die DEL schaffen ist das das Höchste, was sie erreichen können“)– und das auf einer neuen Position. Der einstige Stürmer spielt seit einiger Zeit Verteidiger.
„Das war aus der Not, ich weiß gar nicht mehr genau wann“, erzählt Yannick Drews von der Entstehung der Umschulung. „Ich hatte das in der Corona-Saison einmal gemacht, dann hatten wir in dieser Saison, ich glaube in Freiburg, nur vier Verteidiger oder so, es hat geklappt und wir haben es beibehalten.“
Die neue Position bringt Drews mehr Spielzeit: „Man ist viel öfter auf dem Eis, viel mehr involviert, läuft nicht so viel umsonst wie als Stürmer.“ Kurz: „Es macht mehr Spaß.“
Angesichts eines großen Kaders ist beim Team von Coach Niklas Sundblad der Konkurrenzkampf groß. „Ich habe auch nicht alle Spiele gemacht und musste auch mal zwei, drei Wochenenden auf die Tribüne“, sagt der vielseitige Drews, der über die Jahre in der dritten, vierten Reihe auflief, aber auch schon erste Reihe spielte. „Du musst halt das Beste draus machen, darfst den Kopf nicht in den Sand stecken, dann wirst du belohnt“, schildert Drews seinen Umgang damit.
„Yogi ist ein Wahnsinnstyp“
Von den Ex-Eisbären Andrew Yogan und Tariq Hammond schwärmt Yannick Drews. „Yogi ist ein Wahnsinnstyp. Ich sitze in der Kabine neben ihm. Er hat immer einen Spruch auf den Lippen“, sagt er. „Tariq ist ruhig und hinten eine Bank, die viel Ruhe ausstrahlt. Wenn die beiden bei uns etwas sagen, hört jeder zu, weil alle wissen, dass sie das Ding vergangenes Jahr gewonnen haben. Beide sind menschlich top.“
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In Sachen Finale versucht Dresden der weiten Fahrstrecke von rund 570 Kilometern mit einer Anreise am Tag zuvor zu begegnen. „Das haben wir unter der Saison nie gemacht und es uns für die Playoffs aufgehoben“, sagt Drews, der hofft, dass die Dresdner Trümpfe wie Ex-Nationaltorwart Danny aus den Birken (40/„Er spielt Wahnsinns-Playoffs“), die Physis („Wir schauen, dass wir Zeichen setzen“) und „unsere starke Defensive“ weiter stechen. „Aber es wird supereng. Und wir müssen die Topreihe mit Czarnik und Santos in Schach halten.“
Und wenn es klappt mit dem Aufstieg? Auch bei Drews, dessen Vertrag ausläuft, lebt der Traum von der DEL durchaus, aber „es muss schon Sinn haben. Dort auf der Tribüne sitzen wäre auch nichts. Es müssen viele Sachen passen. Da werden wir halt nochmal reden.“